Suche in Encarta
In Encarta suchen nach Eugène Delacroix

Windows Live® Suchergebnisse

  • Delacroix, Eugène

    Delacroix war ein leidenschaftlicher Liebhaber der Leidenschaft und zugleich kalt entschlossen, nach den Mitteln zu suchen, um dieser Leidenschaft den deutlichsten Ausdruck zu ...

  • Eugène Delacroix – Wikipedia

    Eugène Ferdinand Victor Delacroix (* 26. April 1798 in Charenton-Saint-Maurice, einem Vorort von Paris; † 13. August 1863 in Paris) war einer der bedeutendsten französischen ...

  • Eugene Delacroix Poster bei AllPosters.de

    Eugene Delacroix Poster bei AllPosters.de. Über 500.000 Poster – Individuelle Rahmen, Schnelle Lieferung und 100% Zufriedenheitsgarantie.

Alle Suchergebnisse anzeigen:
Windows Live® Suchergebnisse

Eugène Delacroix

Enzyklopädieartikel
Multimedia
Die Freiheit führt das Volk an (1830)Die Freiheit führt das Volk an (1830)

Eugène Delacroix (1798-1863), französischer Maler und Graphiker, bedeutendster Repräsentant der französischen Romantik.

Delacroix wurde am 26. April 1798 in Charenton-Saint Maurice bei Paris geboren. Er studierte an der Pariser Akademie bei Pierre Guérin, der ihn im klassizistischen Stil Jacques-Louis Davids unterwies. Unter dem Eindruck der Werke von Peter Paul Rubens und Paolo Veronese, wie auch seiner Zeitgenossen Théodore Géricault und John Constable, entwickelte er einen dynamischen, von leuchtenden Farben dominierten Stil. Bevorzugte Sujets waren Still-Leben, Interieurs, Akte und Porträts. Viele stoffliche Anregungen bezog Delacroix aus der Literatur. Berühmt wurden seine auch von Goethe sehr geschätzten Illustrationen zu dessen Faust und Götz von Berlichingen, zu Shakespeares Hamlet sowie zu Dichtungen Dantes und Byrons.

Delacroix’ künstlerische Karriere begann 1822, als sein Gemälde Dante und Vergil in der Hölle (Louvre, Paris) im Pariser Salon ausgestellt wurde. Seine rigorose Abkehr von der akademischen Tradition stieß 1824 mit dem Massaker in Chios (Louvre, Paris), das den zur damaligen Zeit intensiv verfolgten Unabhängigkeitskampf der Griechen gegen die Türken zum Gegenstand hatte, erstmals auf enthusiastische Reaktionen. Auf einer Englandreise, die er 1825 unternahm, studierte er das Werk der englischen Maler, wobei neben Constable vor allem Richard Parkes Bonington sein Interesse weckte. In der folgenden Schaffensphase herrschen Motive der antiken Mythologie und Geschichte vor, wie Der Tod Sardanapals (1827, Louvre).

Delacroix’ wohl berühmtestes Werk ist Die Freiheit führt das Volk an (1830, Louvre), eine Glorifizierung der Juli-Revolution desselben Jahres. Diese Allegorie wurde ungemein populär und belegte erneut den scharfen Gegensatz zwischen der farbig-bewegten romantischen Malerei und den Klassizisten wie J. A. D. Ingres.

Eine Reise nach Nordafrika im Jahr 1832 verstärkte Delacroix’ Vorliebe für exotische Szenerien, und orientalische Bildstoffe waren von nun an überreichlich in seinem Werk vertreten (Die Frauen von Algier in ihrem Gemach, 1834, Louvre). Inzwischen hatte sich sein Stil soweit durchgesetzt, dass er zahlreiche offizielle Aufträge erhielt, wie die Wand- und Deckengemälde der Bibliotheken im Palais Bourbon und im Palais du Luxembourg, der Apollon-Galerie im Louvre und in der Kirche Saint Sulpice. Von großer Meisterschaft sind auch seine kleinformatigen, außerordentlich lebendigen Tierdarstellungen (Tigerjagd, 1854, Musée d’Orsay, Paris).

Delacroix, der zu den profiliertesten Figuren des kulturellen Lebens seiner Epoche zählte, war u. a. mit Frédéric Chopin und George Sand befreundet. Zu seinen größten Bewunderern gehörte der Dichter Charles Baudelaire. Er selbst führte ein auch unter literarischen Aspekten hochinteressantes Tagebuch (veröffentlicht 1893-1895), das als eines der bedeutendsten autobiographischen Zeugnisse aus dem künstlerischen Bereich gilt. Stilistisch wirkte Delacroix vor allem auf die Impressionisten nach, die ihm mannigfache Anregungen hinsichtlich der Wechselwirkung von Licht und Farbe verdanken. Delacroix starb am 13. August 1863 in Paris.

In diesem Artikel suchen
Druckerfreundliche Version der Seite
Versenden




© 2008 Microsoft