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Windows Live® Suchergebnisse Ludovico SforzaEnzyklopädieartikel
Ludovico Sforza (1451-1508), genannt Il Moro („der Mohr”), Herzog von Mailand, Sohn Francesco Sforzas. 1480 bemächtigte er sich der Vormundschaft für seinen Neffen Gian Galeazzo Sforza, des rechtmäßigen Herzogs von Mailand; erst 1494 erhielt er das Herzogtum offiziell von dem späteren Kaiser Maximilian I. zu Lehen. Ludovico tat sich als Mäzen für Kunst und Wissenschaft hervor und förderte Berühmtheiten wie Leonardo da Vinci; seine Politik erwies sich jedoch als verheerend für Italien. Unter seiner Herrschaft brach die Feindschaft zwischen Neapel und Mailand erneut aus: Ludovico fürchtete das Bündnis zwischen seinem Neffen und König Ferdinand I. von Neapel, das durch die Heirat Gian Galeazzos mit Ferdinands Nichte 1489 zustande gekommen war. Er schickte seinen Neffen Gian Galeazzo daher nach Pavia in die Verbannung; Gian Galeazzo starb wenig später. 1494 rief Ludovico den französischen König Karl VIII. gegen Neapel zu Hilfe, aber als er sich 1495 des Machtpotentials der Franzosen bewusst wurde, wandte er sich von Karl ab, schloss sich seinen italienischen Nachbarn an und vertrieb die französischen Truppen aus Italien. Mit der Absicht, auf der italienischen Halbinsel Fuß zu fassen, fiel Karls Nachfolger Ludwig XII. erneut in Italien ein und eroberte 1499 Mailand. Ludovico suchte daraufhin Zuflucht im Reich und kehrte ein Jahr später mit neuen Truppen nach Italien zurück; er wurde gefangen genommen und nach Frankreich gebracht, wo er in der Haft starb.
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