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Windows Live® Suchergebnisse MonacoEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Einleitung; Staatsgebiet; Bevölkerung; Verwaltung und Politik; Wirtschaft; Industrie; Währung, Banken und Steuern; Verkehrswesen und Tourismus; Geschichte
Monaco, kleines, unabhängiges Fürstentum im Südosten von Frankreich, an einer Bucht des Ligurischen Meeres. Im Norden, Osten und Westen ist es von dem französischen Departement Alpes-Maritimes umgeben. Das Fürstentum gilt als Prominentenurlaubsort und Steuerparadies. Monaco hat eine Fläche von 2 Quadratkilometern.
Den überwiegenden Teil des Staatsgebietes nimmt ein schmaler Küstenstreifen von rund 4 Kilometer Länge ein, der zum Hinterland steil ansteigt. Das Fürstentum gliedert sich in vier Stadtbezirke: Monaco-Ville, die Hauptstadt und ehemalige Festungsanlage, in der sich die Kathedrale, der königliche sowie der Regierungspalast befinden und das 1910 eingerichtete Ozeanographische Museum. Die weiteren Bezirke sind das Haupthafengebiet La Condamine, das Industrieviertel Fontvieille und Monte Carlo mit seinem berühmten Kasino. Hier sind ein Theater, die Monte-Carlo-Oper und das Monte-Carlo-Philharmonieorchester untergebracht. Fontvieille entstand durch Landaufschüttung im Meer. Durch die Lage am Mittelmeer ist das Klima Monacos überaus mild. Die mittleren Monatstemperaturen liegen im Januar bei 10 °C, im Juli um 24 °C. Der überwiegende Teil des Jahresniederschlags von rund 800 Millimetern fällt im Winter. Die Alpen schützen das Gebiet vor dem Mistral, einem kalten, trockenen Fallwind. Zur typischen Flora Monacos gehören u. a. Kiefern, Zedern, Korkeichen und Lorbeerbüsche. Der Botanische Garten umfasst eine ausgedehnte Anpflanzung von Kakteen. Im Jardin Saint Martin wachsen zahlreiche nordafrikanische Pflanzen. Das Mittelmeer bietet zahlreichen Fischarten Lebensraum. Im Aquarium des Ozeanographischen Museums gibt es seltene Tiefseefische.
Die Einwohnerzahl beträgt etwa 32 800 (2008). Die Bevölkerungsdichte ist mit 16 398 Einwohnern pro Quadratkilometer die höchste aller unabhängigen Staaten. Das jährliche Wachstum der Bevölkerung liegt bei 0,4 Prozent. Weniger als ein Fünftel der Einwohner Monacos sind Monegassen; etwa die Hälfte der Bewohner sind Franzosen. Darüber hinaus leben u. a. zahlreiche Italiener, Briten und Nordamerikaner in Monaco. Amtssprache ist Französisch. Viele Einheimische sprechen Monegassisch, einen italienisch-provenzalischen Mischdialekt. Rund 90 Prozent der Bewohner sind römisch-katholisch, rund 6 Prozent Protestanten. Die mittlere Lebenserwartung liegt bei 80 Jahren. Das Bildungssystem orientiert sich am französischen Vorbild; die Analphabetenrate Monacos beläuft sich auf weniger als 5 Prozent.
Die Herrschaft der Grimaldis wird seit über 700 Jahren durch Erbfolge weitergegeben. 1962 stimmte Fürst Rainier III., der 1949 den Thron bestieg, einer Verfassungsänderung zu, die die Macht des Fürsten in hohem Maß einschränkte. Die legislative Gewalt wird vom Fürsten und dem Zweikammerparlament ausgeübt. Die 24 Abgeordneten des Nationalrats (Conseil National) und die 15 Mitglieder des Gemeinderats (Conseil Communal) werden für eine Amtszeit von fünf Jahren gewählt. Die Exekutive liegt beim Fürsten und dem Regierungsrat, dessen Chef der Staatsminister, in der Regel ein französischer Zivilbeamter, ist. Wichtigste politische Gruppierungen sind die Union Nationale et Démocratique (UND) und die Union pour Monaco (UPM). Das Wahlrecht erhalten nur monegassische Staatsbürger. Die Einbürgerung, ein Vorrecht des Fürsten, ist auf 30 Personen pro Jahr beschränkt. Monaco gliedert sich verwaltungsmäßig in vier Quartiers.
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