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FinnlandEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Das fruchtbare Waldland stellt die wertvollste natürliche Ressource Finnlands dar; die aus forstwirtschaftlicher Sicht wichtigsten Baumarten sind Fichte, Kiefer und Birke. Die einzigen natürlichen Brennstoffe des Landes sind Holz und Torf. Etwa 60 Prozent des finnischen Waldes sind in Privatbesitz. Die Zentralregierung hat etwa ein Viertel unter ihrer Aufsicht, der Rest gehört zum größten Teil Gesellschaften und Kommunen. Hinsichtlich des Umfangs beim Holzeinschlag liegt Finnland weltweit an siebter Stelle. Hohe Fangmengen werden in den küstennahen Gewässern vor allem bei Heringen, Lachsen und Sprotten erreicht. Etwa ein Fünftel des Fischfangs stammt aus Binnengewässern.
Finnland verfügt über einige ergiebige Lagerstätten, in denen Kupfer-, Zink-, Eisen- und Nickelerze gewonnen werden. Weitere Bodenschätze sind Chrom-, Blei-, Titan-, Vanadium- und Cobalterze. Zu den häufigsten nichtmetallischen Rohstoffen gehören Granit und Kalkstein.
In Finnlands Industrie nehmen die Holzverarbeitung (z. B. Zellstoff-, Papier- und Möbelindustrie) und die Metallindustrie (u. a. Hüttenindustrie und Metallverarbeitung) Schlüsselrollen ein. Ferner werden Maschinen, Schiffe, Druckereierzeugnisse, Nahrungs- und Genussmittel, Textilien und chemische Erzeugnisse sowie Glas- und Keramikwaren produziert. Kernräume des produzierenden Gewerbes sind die küstennahen Regionen im Westen und Süden des Landes. Bedeutende Industriestandorte sind Helsinki, Tampere und Turku.
Der Hauptanteil der Exporterlöse Finnlands werden mit Produkten des Maschinen- und Fahrzeugbaus (rund 38 Prozent) und der verarbeitenden Industrie (etwa 35 Prozent) erzielt. Zu den wichtigsten Importgütern zählen u. a. Maschinen- und Fahrzeugteile, chemische Erzeugnisse, verschiedene Brenn- und Rohstoffe, Lebensmittel und Textilien. Das Land unterhält rege Handelsbeziehungen zu Schweden, Großbritannien, Deutschland und anderen Ländern der Europäischen Union. Weitere wichtige Handelspartner sind u. a. die Vereinigten Staaten, Japan und Norwegen sowie Russland. Der ausgedehnte Handel mit den Nachfolgestaaten der Sowjetunion hat seit Mitte der neunziger Jahre merklich nachgelassen. In der Europäischen Freihandelszone (EFTA) wurde Finnland 1961 assoziiertes Mitglied und 1986 Vollmitglied. Am 1. Januar 1995 trat Finnland als Vollmitglied in die Europäische Union ein.
Währungseinheit ist seit dem 1. Januar 2002 der Euro zu 100 Cents, der die Finnmark (1 Fmk = 100 Penniä) als Währung ablöste. Die Bank von Finnland (gegründet 1811) ist die Staatsbank und hat als einzige Bank das Recht, Noten auszugeben.
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