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Komet

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Komet BennettKomet Bennett
Artikelgliederung
1

Einleitung

Komet (griechisch kometes: langhaarig, „haartragender Stern”), Himmelskörper, der sich auf einer meist elliptischen Umlaufbahn um die Sonne bewegt.

Kometen werden zu den Objekten des Sonnensystems gezählt und sind üblicherweise nur dann zu beobachten, wenn sie in den Bereich der inneren Planeten vordringen (also innerhalb der Jupiterbahn). Dabei erscheint ein Komet meist als verwaschenes, nebelartig leuchtendes Objekt, häufig mit langem, leuchtendem Schweif. Einige Kometen besitzen, ähnlich wie Planeten und Asteroiden, Monde.

2

Geschichte

Das Auftreten von großen Kometen wurde lange Zeit als atmosphärische Erscheinung interpretiert. Erst 1577 gelang Tycho Brahe der Beweis, dass es sich um Himmelskörper handelte. Im 17. Jahrhundert zeigte Isaac Newton auf, dass die Bewegungen der Kometen den selben Gesetzen folgen wie die Planeten auf ihren Umlaufbahnen. Ebenfalls im 17. Jahrhundert bewies Edmond Halley, indem er die Umlaufbahnen früher aufgetretener Kometen verglich, dass der 1682 zu beobachtende, später nach ihm benannte Komet identisch war mit den beiden Erscheinungen, die schon 1607 und 1531 aufgetreten waren; und er sagte richtig die Wiederkehr des Kometen im Jahr 1759 voraus. Daraufhin wurden die früheren Erscheinungen des Halleyschen Kometen anhand von Aufzeichnungen bis 240 v. Chr. zurückverfolgt, und es ist wahrscheinlich, dass der helle Komet, der 466 v. Chr. beobachtet wurde, ebenfalls dieser berühmte Komet war. Der Halleysche Komet näherte sich der Sonne zuletzt 1986. Als er sich wieder entfernte, wurde er von zwei sowjetischen Sonden, Vega 1 und 2, und von der Raumsonde Giotto der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) ein Stück weit begleitet.

3

Zusammensetzung

Ein Komet besteht aus einem harten Kern, der in eine nebelartige Wolke, die Koma, eingehüllt ist. Kommt der Komet in die Nähe der Sonne, so bildet sich zusätzlich ein Schweif aus.

3.1

Kometenkern

Nach der gängigen Schneeballtheorie, die 1949 von dem US-Astronomen Fred L. Whipple aufgestellt wurde, ist ein Kometenkern eine Art schmutziger Schneeball, dessen Bestandteile (Eis, Staub, Gesteinsbrocken) locker miteinander verbunden sind. Die Schneeballtheorie stützt sich u. a. auf Nahaufnahmen der Kerne der Kometen Halley (ESA-Sonde Giotto, 1986) und Borelli (NASA-Sonde Deep Space 1, 2001). Die Schneeballtheorie trifft offenbar nicht auf alle Kometenkerne zu, wie die Nahaufnahmen von dem Kern des Kometen Wild-2 (NASA-Sonde Stardust, 2004) zeigten. Der Kern des 1978 von Paul Wild (Astronomisches Institut der Universität Bern) entdeckten Kometen ist kein lockerer Verband von Eis, Staub und Gesteinsbrocken, er besteht vielmehr aus einem spröden, aber festen, sich selbst tragenden Material. Das heißt, über den Aufbau der Kometenkerne besteht noch keine Klarheit.

Sicher ist, dass Kometenkerne fast die gesamte Masse des Kometen und verschiedene Eisarten enthalten, vorwiegend Wassereis, gefrorenes Ammoniak und gefrorenes Methan. Außerdem ist die Oberfläche einiger Kometenkerne von einer Staubkruste bedeckt, die sie schwarz erscheinen lässt.

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