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Windows Live® Suchergebnisse KampanienEnzyklopädieartikel
Kampanien (italienisch Campania), Region im Süden Italiens, die am Tyrrhenischen Meer zwischen Latium und der Basilicata liegt und die Provinzen Avellino, Benevento, Caserta, Neapel und Salerno umfasst. Die Inseln Capri und Ischia in der Bucht von Neapel gehören ebenfalls zur Region. Hauptstadt von Kampanien ist Neapel. Im Osten wird Kampanien durch die westlichen Ketten der Apenninen begrenzt. Die fruchtbare und dicht besiedelte Küstenebene ist bekannt für den Anbau von Zitrusfrüchten und Gartengemüsen. Mais, Hafer, Tabak, Oliven und Trauben werden ebenfalls kultiviert. Darüber hinaus sind Viehzucht, Fischerei, Forstwirtschaft, Gerbereien, Konservenproduktion, Erdölraffinerien, Schiffbau sowie die Herstellung von Glas, Keramik, Chemikalien, Maschinen, Textilien, Eisen und Stahl wirtschaftlich bedeutend. Eine wichtige Einnahmequelle ist auch der Fremdenverkehr. Zu den bekannten landschaftlichen Sehenswürdigkeiten gehören der Vesuv und der Avernussee. Die antike Stadt Pompeji verzeichnet jährlich rund vier Millionen Besucher. Die Griechen siedelten an der kampanischen Küste etwa um 1030 v. Chr. und gründeten, neben anderen Kolonien, die Städte Cumae und Neapolis (Neapel). Im 4. Jahrhundert v. Chr. kam der Bezirk unter römische Herrschaft und wurde zum bevorzugten Erholungsgebiet reicher Römer. Nach dem Zusammenbruch des Weströmischen Reiches im 5. Jahrhundert n. Chr. wurde Kampanien nacheinander von den Goten, den Byzantinern und den Langobarden besetzt. Die Normannen, die es im 11. Jahrhundert eroberten, regierten Kampanien als Teil des Königreiches Sizilien. In der Folge wurde die Region dem Königreich Neapel eingegliedert und 1861 mit dem Königreich Italien vereint. Während der Invasion durch die Alliierten im 2. Weltkrieg wurde Kampanien erheblich zerstört. Die Fläche Kampaniens beträgt 13 595 Quadratkilometer. Die Einwohnerzahl liegt bei etwa 5,79 Millionen (2007). Der vorwiegend der Gewinnung von Bauland dienende Holzeinschlag führte in den vergangenen Jahrzehnten in Teilen Kampaniens zum Verlust der stabilisierenden Bodenschichten. Exzessive Niederschlagsereignisse zogen wiederholt Umweltkatastrophen nach sich. Östlich von Neapel gingen um den Monte Sarno im Mai 1998 Schlammlawinen ab; dabei starben etwa 100 Menschen.
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