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Windows Live® Suchergebnisse TechnicolorEnzyklopädieartikel
Technicolor (englisch-amerikanisch technical: technisch; color: Farbe), Verfahren der Farbphotographie (Aufnahme und Wiedergabe), das von Herbert T. Kalmus und Daniel F. Comstock, Gründer der Technicolor Motion Picture Corporation, während des 1. Weltkrieges in Boston entwickelt wurde. Technicolor war zunächst ein Zweifarbensystem, bei dem rote und grüne Bilder projiziert wurden. Der erste Film, der mit dieser Technik gedreht wurde, war Wray Physiocs The Gulf Between (1917/18). Das Verfahren wurde kontinuierlich weiterentwickelt und beispielsweise bei dem Abenteuerfilm The Black Pirate (1926) mit Douglas Fairbanks mit großem Erfolg eingesetzt. Da das Technicolor-Verfahren jedoch sehr teuer und noch nicht ausgereift war, konnte es sich in den zwanziger Jahren nicht durchsetzen. Ein weiterer Schritt bei der Verbesserung des Technicolor-Systems war die Hinzufügung der dritten Primärfarbe Blau durch die Ingenieure Joseph Arthur Ball und George Alfred Mitchell, die 1932 die so genannte Dreistreifen-Technicolor-Kamera entwickelten. Nachdem Walt Disney bei dem Zeichentrickfilm Flowers and Trees (1933) das neue Verfahren eingesetzt hatte, entstand 1935 auch der erste Spielfilm in dieser Technik: Rouben Mamoulians Becky Sharp. Weitere bekannte Technicolor-Filme, die durch ihre brillante Farbwiedergabe bestechen, sind u. a. Victor Flemings Gone with the Wind (1939; Vom Winde verweht), The Thief of Baghdad (1940; Der Dieb von Bagdad), Lawrence Oliviers Henry V. (1944; Heinrich V.), John Fords Three Godfathers (1948; Spuren im Sand) und Vincente Minnellis Musical An American in Paris (1951; Ein Amerikaner in Paris). Anfang der fünfziger Jahre wurde die Farbphotographie durch die Verwendung von Eastman Color-Negativen verändert. Als letzter Technicolor-Film gilt Jaws II (1978; Der weiße Hai II). Siehe Filmgeschichte; Photographie
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