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Windows Live® Suchergebnisse SpitzenEnzyklopädieartikel
Spitzen, netzartig gemusterte kunstvolle Textilprodukte aus Leinen, Seide, Baumwolle oder Metall, die von Hand oder maschinell hergestellt werden. Dabei kommen verschiedenste Techniken, wie Weben, Makramee (einer ursprünglich arabischen Knüpftechnik), Häkeln oder Wirken zum Einsatz. Am bekanntesten ist das Klöppeln, eine Technik, bei der auf Holzspulen (Klöppeln) aufgewickelte Fäden um nach einem vorgezeichneten Muster gesteckte Nadeln gedreht und gekreuzt werden. Zur Herstellung der barocken, nur wenige Quadratzentimeter großen Valencieens-Spitzen benötigte man beispielsweise etwa 150 dieser Klöppeln. Die Nadel-Spitze, die sich im 16. Jahrhundert, ebenso wie die Klöppel-Spitze, von Italien aus (Reticella-Spitze) über ganz Europa ausbreitete, stellt eine Weiterentwicklung der Durchbruchsstickerei dar, jedoch ohne wie diese einen Leinenuntergrund zu benutzten. In der selben Technik werden seit dem 17. Jahrhundert auch die berühmten Brüsseler Spitzen gefertigt. Im 19. Jahrhundert waren in Belgien, Frankreich und dem Erzgebirge Zentren der Spitzenmanufaktur entstanden. Seit der Erfindung der Maschinen-Spitzen im 19. Jahrhundert, die sich lediglich durch die Regelmäßigkeit ihrer Ausführung von Handarbeiten unterscheiden lassen, beherrschen diese Industrieprodukte weitgehend den Markt.
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