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Windows Live® Suchergebnisse Robin WilliamsEnzyklopädieartikel
Robin Williams (*1952), amerikanischer Schauspieler. Seit Ende der achtziger Jahre ist er einer der renommiertesten Charakterkomiker des amerikanischen Films. Williams wurde am 21. Juli 1952 in Chicago (Illinois) geboren. Nach Abschluss der High School in Marin County (Kalifornien) studierte er Theaterwissenschaft am Marin College und erhielt eine Schauspielausbildung an der Juilliard School in New York (ohne Abschluss). Er begann als Stand-up-Comedian in verschiedenen Clubs in San Francisco und Los Angeles, bald kamen Auftritte in Comedy-Fernsehserien hinzu. Erste Popularität erlangte Williams durch seine Darstellung eines Außerirdischen in der Fernsehserie Mork and Mindy (1978-1982; Mork vom Ork). Im Anschluss wurde er als Gastgeber mehrerer eigener Fernseh-Comedyshows zu einer nationalen Berühmtheit. Nach seinem Leinwanddebüt in Robert Altmans Comic-Verfilmung Popeye (1980; Popeye – Der Seemann mit dem harten Schlag) spielte Williams die Titelrolle in The World According to Garp (1982; Garp und wie er die Welt sah), der Filmversion des gleichnamigen tragikomischen Erfolgsromans von John Irving. Nach diesen Anfangserfolgen stießen seine folgenden Filme The Survivors (1983; Die Überlebenskünstler), Moscow on the Hudson (1984; Moskau in New York), The Best of Times (1985; Rocket Man – Das unglaublichste Football-Spiel der Welt) und Club Paradise (1986; Club Paradise) nur auf geringe Publikumsresonanz. 1987 wurde Williams für seine Darstellung eines exaltierten Radiosprechers bei einem amerikanischen Armeesender während des Vietnamkrieges in Barry Levinsons Good Morning, Vietnam (1987; Good Morning, Vietnam) für den Oscar nominiert und mit einem Golden Globe ausgezeichnet. Jeweils eine Nominierung für diese beiden bedeutenden Filmpreise erhielt er auch für seine Verkörperung eines Lehrers, der seinen Schülern mit unkonventionellen Mitteln die Liebe zur Poesie und eine nonkonformistische Lebenseinstellung nahebringt, in Peter Weirs hochgelobtem und überaus erfolgreichem Film Dead Poet’s Society (1989; Der Club der toten Dichter). Nach Hauptrollen in Roger Donaldsons furioser Komödie Cadillac Man (1989; Cadillac Man, mit Tim Robbins) und Penny Marshalls Oliver-Sacks-Verfilmung Awakenings (1990; Zeit des Erwachens), in der er an der Seite von Robert De Niro agierte, erhielt er für seine Darstellung eines traumatisierten Obdachlosen in Terry Gilliams The Fisher King (1991; König der Fischer) eine weitere Oscar-Nominierung. In der Folge war Williams vor allem mit aufwendig produzierten und als Blockbuster vermarkteten Kinderfilmen erfolgreich, so an der Seite von Dustin Hoffman und Julia Roberts in Steven Spielbergs Hook (1991; Hook), in dem er den erwachsenen Peter Pan spielte, als Sprecher des Flaschengeists Dschinni im Disney-Trickfilm Aladdin (1992; Aladdin), in der Titelrolle der Verwandlungskomödie Mrs. Doubtfire (1993; Mrs. Doubtfire – Das stachelige Kindermädchen), im mit aufwendigen Spezialeffekten versehenen Fantasy-Abenteuerfilm Jumanji (1995; Jumanji), der allerdings ein finanzieller Misserfolg wurde, und in der ebenfalls von Spezialeffekten dominierten Disney-Produktion Flubber (1997; Flubber). Daneben war der wandlungsfähige Darsteller, der vor allem mit seinem Sprachwitz überzeugt, an der Seite von Gene Hackman in Mike Nichols’ Homosexuellen-Boulevardkomödie The Birdcage (1995; The Birdcage – Ein Paradies für schrille Vögel), einer gelungenen Neuverfilmung von Ein Käfig voller Narren, sowie als zehnjähriger Junge im Körper eines Erwachsenen in Francis Ford Coppolas Tragikomödie Jack (1996; Jack) zu sehen. Für seine schauspielerische Leistung in Gus Van Sants Drama Good Will Hunting (1997; Good Will Hunting) wurde Williams mit einem Nebenrollen-Oscar ausgezeichnet. Danach blieben die ganz großen Erfolge aus. Obwohl Williams stets hervorragende Kritiken für sein schauspielerisches Vermögen erhielt, setzten sich die wenigsten seiner Filme an den Kinokassen durch. Zu seinen Arbeiten seit Ende der neunziger Jahre zählen u. a. das im Jenseits angesiedelte Melodram What Dreams May Come (1998; Hinter dem Horizont), die Literaturverfilmung Jakob the Liar (1999; Jakob der Lügner, nach dem Roman von Jurek Becker), der Thriller Insomnia (2002; Insomnia – Schlaflos, mit Al Pacino), der Weihnachtsfilm Noel (2004; Noel), die schwarze Komödie The Big White (2005; The Big White – Immer Ärger mit Raymond), Barry Sonnenfelds komödiantisches Roadmovie R.V. (2006; Die Chaoscamper) und die romantische Komödie License to Wed (2007; Lizenz zum Heiraten).
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