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Windows Live® Suchergebnisse Sindbad der SeefahrerEnzyklopädieartikel
Sindbad der Seefahrer, auch Sendban (arabisch: Reisender in Sind, eine Provinz im heutigen Pakistan), Held einer Reihe populärer Seefahrergeschichten orientalischen Ursprungs aus der ersten Hälfte des 10. Jahrhunderts, die im 11. oder 12. Jahrhundert zunächst zu einem Abenteuerroman verarbeitet und in der westlichen Welt durch die im 18. Jahrhundert von Antoine Galland ins Französische übersetzte arabische Märchensammlung Tausendundeine Nacht bekannt wurden. Der Name steht eigentlich für mehrere Seefahrerhelden, deren Abenteuer zu den bekanntesten und populärsten Erzählungen des islamisch-arabischen Märchen- und Sagenschatzes gehören; vermutlich wurden sie zunächst mündlich überliefert, bevor sie, zunächst zusammengefasst, schließlich in die Sammlung von Tausendundeine Nacht Eingang fanden. Heute gelten die Abenteuer Sindbads als herausragende Beispiele der Reiseliteratur. Ausgangspunkt der Rahmenhandlung, die die Geschichten miteinander verbindet, ist die neidische Frage eines armen, hart arbeitenden Trägers, der sich im Schatten eines großen Palastes in Bagdad ausruht, womit der Besitzer denn solchen Luxus verdient habe. Dieser lädt den Träger zu sich ein und beantwortet seine Fragen, indem er über seine sieben gefährlichen Reisen berichtet. Unter der Herrschaft des Kalifen Harun ar-Raschid, einer historischen Figur, die in dem Zyklus von Tausendundeine Nacht zum Idealbild des gerechten Herrschers stilisiert ist, stach Sindbad demzufolge als Händler in See und wurde so zum unfreiwilligen Erforscher Indiens, Ceylons und anderer Regionen, wobei er sich auf jeder seiner Reisen schweren Prüfungen zu unterziehen hatte. Nachdem der Träger erkannt hat, dass Sindbads Reichtum hart erkauft wurde, entschuldigt er sich bei ihm. Sindbad teilt seinen Besitz mit ihm, und die beiden werden für den Rest ihres Lebens Freunde.
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