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George McGovern

Enzyklopädieartikel

George McGovern (*1922), amerikanischer Politiker, Präsidentschaftskandidat der Demokraten 1972, Mitglied des Repräsentantenhauses (1956-1960) und Senator für South Dakota (1962-1980).

McGovern wurde in Avon (South Dakota) geboren. Er studierte an der Dakota Wesleyan University, war während des 2. Weltkrieges Bomberpilot, promovierte anschließend an der Northwestern University und nahm eine Professur an der Dakota Wesleyan University an.

1956 wurde McGovern ins Repräsentantenhaus gewählt. Ab 1960 arbeitete er als Sonderberater für Präsident John F. Kennedy, und 1962 gelang ihm der Einzug in den Senat. Im Senat entwickelte er sich zu einem der führenden Gegner der amerikanischen Beteiligung am Vietnamkrieg.

McGoverns Reformen der Strukturen und Satzungen der Demokratischen Partei trugen dazu bei, dass er 1972 von seiner Partei als Präsidentschaftskandidat nominiert wurde. Im Wahlkampf vertrat er ein liberales Reformprogramm und forderte die Beendigung des Vietnamkrieges. Viele konservative Demokraten wandten sich allerdings gerade wegen seiner Reformvorstellungen von ihm ab und gaben Nixon ihre Unterstützung. McGovern entschied sich für Sargent Shriver, den ehemaligen Leiter des Friedenskorps, als seinen Kandidaten für die Vizepräsidentschaft, musste sich dann aber in einer der schlimmsten Wahlniederlagen in der Geschichte der USA gegen Richard Nixon und Spiro T. Agnew geschlagen geben.

1974 wurde McGovern erneut in den Senat gewählt, 1980 verlor er seinen Sitz. 1984 kandidierte er nochmals für die Präsidentschaft, zog sich aber aus dem Rennen zurück, nachdem er bei den Vorwahlen in Massachusetts nur den dritten Rang erzielt hatte.

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