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Windows Live® Suchergebnisse A prioriEnzyklopädieartikel
A priori (lateinisch: vom früheren her), bezeichnet eine Einsicht, die rein deduktiv, unabhängig von der Erfahrung gewonnen wird und die durch Erfahrung weder zu beweisen noch zu widerlegen ist. Die Frage, ob Wissen a priori möglich sei, oder ob alles Wissen aus der Erfahrung stammt, steht im Zentrum der Erkenntnistheorie (Epistemologie). Für Immanuel Kant sind solche Einsichten Einsichten a priori, die allein aus der Vernunft gewonnen werden. Sie treten allerdings erst dann in Erscheinung, wenn mit ihrer Hilfe Wahrnehmungen zu Begriffen geformt werden. A priori, d. h. von vornherein gültig, sind nach Kant (in nichtbegrifflicher Form) Raum und Zeit. Um aus diesen Einsichten Erkenntnisse zu gewinnen, bedarf es zwar der Hilfe der Wahrnehmung, dennoch handelt es sich um Erkenntnisse a priori, weil sie ihre Rechtfertigung bereits im Begriff haben, auch wenn dieser Begriff selbst empirisch, d. h. aus der Erfahrung gewonnen sein mag. In der Ethik ist die Frage nach der rein apriorischen Geltung des Sittengesetzes Gegenstand der Diskussion. Die Existenz irgendeines Wissens a priori wird von den Empiristen, wie z. B. David Hume und John Locke, schlichtweg in Abrede gestellt. Sie behaupten, dass Wissen nur durch Erfahrung (also a posteriori) zu erlangen sei.
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