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Windows Live® Suchergebnisse Languedoc-RoussillonEnzyklopädieartikel
Languedoc-Roussillon, Region in Südfrankreich, grenzt an die Pyrenäen und das Mittelmeer, und umfasst die Departements Lozère, Gard, Hérault, Aude und Pyrénées-Orientales. Languedoc nahm früher einen Großteil Südfrankreichs ein. Die römische Besetzung vom 1. bis 4. Jahrhundert ließ die Region zu einem kulturellen und geistigen Zentrum werden. Languedoc besaß eine eigene Sprache (die langue d’oc) und eine eigene Kultur, die auf die Katharer zurückgeht. Diese wurden vom französischen König und vom Vatikan unterworfen und das Gebiet 1271 an Frankreich angeschlossen. Roussillon, das zusammen mit dem Languedoc die heutige Region bildet, umfasst den katalanisch-sprachigen Ostteil der französischen Pyrenäen (die Pyrénées-Orientales) und das Gebiet unmittelbar nördlich des Gebirges. Die landschaftlich reizvolle Region mit welligem Hügelland und zahlreichen Flussläufen besitzt auch historische Städte mit erstklassigen Beispielen romanischer Architektur. Wichtigster Wirtschaftszweig ist der Agrarsektor (vor allem Viehhaltung und Weinbau). Mehr als die Hälfte aller in Frankreich angebauten Trauben kommt aus den Departements Gard, Aude und Hérault im Languedoc-Roussillon, wo die typischen dunklen, schweren Rotweine wie Corbières und Fitou produziert werden. In der Region findet man auch eine Reihe bedeutender Städte und Baudenkmäler: Carcassonne ist eine komplett restaurierte mittelalterliche Stadt mit Zitadelle, ebenso die gut erhaltene, mit einer Stadtmauer befestigte Stadt Aigues-Mortes. Montpellier ist Verwaltungszentrum und kultureller Mittelpunkt des Languedoc-Roussillon und besitzt eine bereits im 13. Jahrhundert gegründete Universität Toulouse, eine der größten Städte Frankreichs, ist bekannt für seine Gebäude aus rotem Ziegel, und Sitz der zweitgrößten Universität Frankreichs (gegründet 1229). Die Fläche der Region beträgt 27 376 Quadratkilometer; die Einwohnerzahl liegt bei 2,55 Millionen.
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