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Andhra Pradesh

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Tschar Minar in Hyderabad (Indien)Tschar Minar in Hyderabad (Indien)
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Wirtschaft

Etwa 70 Prozent der Erwerbstätigen sind in der Landwirtschaft beschäftigt. Andhra Pradesh ist eine der wichtigsten Reisanbauregionen Indiens. Daneben haben Zuckerrohr, Ölsaaten, Bohnen und Hülsenfrüchte wirtschaftliche Bedeutung. Seit Indiens Unabhängigkeit 1947 investierte die Regierung des Bundesstaates viel Geld in die Ausweitung der Bewässerungsflächen mittels Kanal- und Dammbauten von der Küstenebene in das trockenere Landesinnere. Der Godavari und der Krishna bewässern sechs Millionen Hektar Anbauland. Das 1960 fertig gestellte Nagarjuna-Sagar-Projekt am Krishna ist mit 800 Kilometer langen Kanälen eines der bedeutendsten Bewässerungssysteme.

Andhra Pradesh ist daneben einer der am stärksten industrialisierten Bundesstaaten Indiens. Die im Wesentlichen nach 1947 aufgebauten Industriesektoren umfassen Stahlproduktion, Schiffbau, Maschinenbau sowie die Herstellung von pharmazeutischen Produkten, Düngemitteln, Zement, Zucker und Jute. Andhra Pradesh hat beträchtliche Bodenschätze, die bedeutendsten sind Kohle, Erdgas, Asbest, Baryt, Kupfererz, Glimmer und Eisenerz. Die Golconda-Minen, in denen der Kohinoor und andere berühmte Diamanten gefunden wurden, liegen in diesem Bundesstaat. Der Tourismus ist von wachsender wirtschaftlicher Bedeutung.

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Geschichte

Sanskritschriften aus dem 7. Jahrhundert v. Chr. beschreiben die Andhra als Arier aus dem Norden, die bis südlich der Vindhyakette zogen und sich dort mit nichtarischen Völkern vermischten. Die Andhra werden erneut erwähnt anlässlich des Todes des großen mauryarischen Königs Aschoka 236 v. Chr. Dieses Datum wird als Beginn der Geschichte des Andhra-Volkes angesehen. Verschiedene Herrscherhäuser haben die Region regiert, so die Satavahanas oder Andhra, Sakas, Ikshvakas, die Östlichen Calukyas, Vijayanagar, die Qutb Shahis und die Nizam von Hyderabad. Im 17. Jahrhundert bekamen die Briten zunächst die Küstengebiete der Nizam, die Provinz Madras und schließlich Teile des Binnenlandes unter ihre Kontrolle. Andhra standen in der Bewegung des indischen Nationalismus im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert mit an vorderster Front. Ihre Forderungen nach einem eigenen Staat für Telugu sprechende Völker führten 1953 zur Bildung des Bundesstaates Andhra. Dies ebnete in ganz Indien den Weg zur 1957 erfolgten Bildung von Bundesstaaten auf Sprachengrundlage. Der Bundesstaat wurde 1956 erweitert und umfasste danach auch die Mehrheit der Telugu sprechenden Bewohner der Gegend um Hyderabad, woraus das heutige Andhra Pradesh hervorging. Im Juni 1991 wurde P. V. Narasimha Rao (Regierungschef von Andhra Pradesh, 1971-1973) der erste Regierungschef Indiens aus dem südlichen Indien.

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