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  • Attentat – Wikipedia

    Ein Attentat (v. lat. attentatum „versuchtes Verbrechen“) ist ein geplanter, versuchter oder verübter Angriff auf eine Person des öffentlichen Lebens.

  • Attentat auf John F. Kennedy – Wikipedia

    Bei einem Attentat kam am 22. November 1963 John F. Kennedy, der 35. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, in Dallas ums Leben. Knapp eineinhalb Stunden nach dem Attentat ...

  • Das Attentat auf Adolf Hitler vom 20. Juli 1944

    1939-45. Das Attentat auf Adolf Hitler vom 20. Juli 1944 Um den von Adolf Hitler geplanten Krieg zu verhindern, hatte der Generalstabschef des Heeres, Generaloberst Ludwig Beck ...

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Attentat

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Bombenanschlag in Oklahoma CityBombenanschlag in Oklahoma City

Attentat (von lateinisch attentare: versuchen), politisch motivierter Anschlag auf das Leben einer Person. Attentate richten sich besonders gegen Einzelpersonen, z. B. Politiker oder hochrangige Vertreter aus Staat, Wirtschaft, Militär und andere prominente Personen des öffentlichen Lebens. Bedingt durch die weltweite Zunahme des Terrorismus werden Attentate mehr und mehr auch auf weniger herausragende Personen sowie ganze Personengruppen verübt, und zwar allein auf Grund deren parteipolitischer, ethnischer, nationaler oder religiöser Zugehörigkeit; Anschläge auf Einrichtungen des politischen, ethnischen oder religiösen Gegners, z. B. auf Industrieanlagen, Verwaltungsgebäude und Wohnungen ethnischer Minderheiten, nehmen ebenfalls zu.

Die Verwendung eines eigenen Begriffs für die im Übrigen seit jeher praktizierte Tat ist aus dem Jahr 1090 n. Chr. überliefert. Damals gründete Hasan Sabbah den ismailitischen Geheimbund der Assassinen, der sein politisches Ziel vor allem auch durch Mordanschläge zu erreichen suchte. Das englische Wort assassination bedeutet „Meuchelmord”, das französische assassin „Mörder”.

Eines der berühmtesten Attentate der Geschichte war das auf Gaius Julius Caesar, der an den Iden des März 44 v. Chr. von seinen Anhängern ermordet wurde. An der Spitze der Verschwörung standen Marcus Iunius Brutus, Decimus Brutus und Gaius Cassius Longinus. In der Neuzeit brachte während der Französischen Revolution 1793 Charlotte Corday, eine Girondistin, Jean Paul Marat um, der die Girondisten blutig verfolgt hatte. 1819 ermordete der Burschenschaftler Karl Ludwig Sand den Dramatiker August von Kotzebue, den er für einen Hauptvertreter der Reaktion und zudem für einen russischen Spion hielt. 1881 fiel der russische Zar Alexander II. einem Attentat der revolutionären Gruppe Narodnaja Wolja zum Opfer; es war das insgesamt sechste Attentat auf den Zaren. 1898 wurde die österreichische Kaiserin Elisabeth von dem italienischen Anarchisten J. Luccheni ermordet.

Eines der bekanntesten und sicherlich das folgenreichste Attentat des 20. Jahrhunderts war das auf den österreichischen Erzherzog und Thronfolger Franz Ferdinand. Franz Ferdinand und seine Gemahlin Sophie wurden am 28. Juni 1914 in Sarajevo von einem bosnischen Terroristen, Gavrilo Princip, erschossen. Princip sympathisierte mit den Serben, die ein unabhängiges Großserbien schaffen wollten, und für die Serben war die Monarchie ein Hindernis auf ihrem Weg in die ersehnte Unabhängigkeit. Die Ermordung des Thronfolgers beschwor die Julikrise herauf, die wiederum zum Ausbruch des 1. Weltkrieges führte. Im Februar 1919 ermordete Anton Graf von Arco-Valley den bayerischen USPD-Ministerpräsidenten Kurt Eisner, um das parlamentarische Rätesystem in Bayern zu erschüttern. 1922 verübten rechtsextreme Offiziere ein Attentat auf den Außenminister Walter Rathenau, in dem sie einen „Erfüllungspolitiker” gegenüber den Siegermächten aus dem 1. Weltkrieg sahen. 1934 ermordeten österreichische Nationalsozialisten im Rahmen eines Putschversuches den Bundeskanzler Engelbert Dollfuß, der sich einem Anschluss an das nationalsozialistische Deutsche Reich verweigert hatte. 1948 fiel Mohandas Gandhi dem Attentat eines fanatischen Hindu zum Opfer. Am 22. November 1963 wurde der US-Präsident John F. Kennedy während einer Wahlkampfveranstaltung in Dallas (Texas, USA) erschossen. Als mutmaßlichen Mörder nahm man Lee Harvey Oswald fest, der selbst wenige Tage später erschossen wurde. Nach dem Attentat auf John F. Kennedy kamen in den USA die verschiedensten Verschwörungstheorien auf; das Spektrum der mutmaßlichen Verantwortlichen reichte dabei von der US-Regierung selbst bis zur Sowjetunion. Fünf Jahre später, 1968, kam auch Johns Bruder Robert F. Kennedy durch ein Attentat um; kurz zuvor war Martin Luther King erschossen worden. Weitere hochrangige Attentats-Opfer der siebziger und achtziger Jahre waren der Earl Mountbatten (1979), der ägyptische Staatspräsident Anwar as-Sadat (1981), der philippinische Oppositionspolitiker Benigno Aquino (1983), die indische Premierministerin Indira Gandhi (1984) und der schwedische Ministerpräsident Olof Palme (1986). In der Bundesrepublik Deutschland verübte die Rote-Armee-Fraktion seit den späten siebziger Jahren mehrere Attentate auf hochrangige Persönlichkeiten aus Staat und Wirtschaft, die ihrer Meinung nach das kapitalistisch-imperialistische System repräsentierten, u. a. auf den Vorstandssprecher der Dresdner Bank, Jürgen Ponto (1977), den Leiter der politischen Abteilung des Auswärtigen Amtes, Gero von Braunmühl (1986) und den Vorstandsvorsitzenden der Treuhandanstalt, Detlev Rohwedder (1991). Die 1990 verübten Attentate auf die Politiker Oskar Lafontaine (SPD) und Wolfgang Schäuble (CDU) – beide überlebten – gingen auf das Konto psychisch kranker Einzeltäter.

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