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Sind

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An den Ufern des Indus in PakistanAn den Ufern des Indus in Pakistan

Sind, Provinz im Südosten von Pakistan, die im Nordosten an die Provinz Punjab, im Westen und Norden an die Provinz Belutschistan, im Osten an die indischen Staaten Gujarat und Rajasthan und im Süden an das Arabische Meer grenzt. Die Provinz Sind wurde 1970 errichtet und erstreckt sich über eine Fläche von 140 914 Quadratkilometern. Die Hauptstadt ist Karachi, die größte Stadt von Pakistan.

Der Indus (pakistanisch Sindhu) durchzieht die Provinz und bildet im Süden ein 7 800 Quadratkilometer großes Delta aus. Die Kirtharkette liegt an der Westseite des Industals, im Osten hat Sind Anteil an der Wüste Tharr. Das Klima ist trocken und kontinental, die Niederschläge erreichen im Jahresmittel nur 180 Millimeter.

Die Einwohnerzahl liegt bei etwa 25 Millionen. Etwa 43 Prozent der Menschen leben in Städten. Karachi hat eine Einwohnerzahl von etwa 7,18 Millionen und ist das wirtschaftliche und politische Zentrum von Pakistan. 1947 zählte die Stadt nur eine halbe Million Menschen.

Der Indus und das System von Bewässerungskanälen sind für die Landwirtschaft außerordentlich wichtig. Die meisten Einwohner sind in der Landwirtschaft tätig. Hauptanbaupflanzen sind Weizen, Reis, Zuckerrohr, Mais und Baumwolle. Nach der Ansiedlung großer Industriebetriebe in Karachi ist Sind eine der industrialisiertesten Regionen in Pakistan. Wirtschaftliche Bedeutung haben der Fahrzeugbau, die pharmazeutische und chemische Industrie sowie die Nahrungsmittel verarbeitende Industrie.

Die Geschichte lässt sich über 4 000 Jahre bis zur Induskultur (2300-1750 v. Chr.) zurückverfolgen. In der Ruinenstadt Mohenjo-Daro gibt es ebenso wie in Amre und Kot Diji bedeutende archäologische Fundstätten. Im späten 6. Jahrhundert v. Chr. wurde die Region in das Persische Reich eingegliedert, 325 v. Chr. wurde sie von Alexander dem Großen erobert. Sind fiel dann an verschiedene Reiche, u. a. an die Parther und Skythen. Im 3. Jahrhundert n. Chr. kam Sind wieder an das Persische Reich, bei dem es bis zum Einfall der Araber im Jahr 711 verblieb. 1843 annektierten die Briten das Gebiet. 1937 entstand aus Sind eine eigene Provinz innerhalb Britisch-Indiens. Als Teil des unabhängigen Staates Pakistan wurde Sind von 1955 bis 1970 der Provinz Westpakistan angegliedert.

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