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Baath-Partei

Enzyklopädieartikel

Baath-Partei (auch Bath; arabisch: „Wiedergeburt”), überregionale arabische Partei, insbesondere in Syrien und dem Irak. Der vollständige Name lautet: „Hisb al-Baath al-Arabi al-Ischtiraki” (deutsch „Sozialistische Partei der arabischen Wiedergeburt”). Die Partei ist panarabisch und sozialistisch orientiert. Sie wird von einem „Nationalen Kommando” geleitet, dem ein Generalsekretär voransteht und ist in den einzelnen Ländern in so genannte Regionalkommandos als oberste nationale Führungsgremien gegliedert.

Wichtige Persönlichkeiten des Baath waren Zaki al-Arsuzi, Salah al-Din al-Bitar und Michel Aflaq. Anfang der vierziger Jahre organisierten Salah und Aflaq in Damaskus Demonstrationen zur Unterstützung der Rashid Ali al-Gailani-Regierung im Irak gegen die dortige Präsenz der Briten. Die Partei wurde offiziell in Damaskus am 7. April 1947 gegründet. Eine bedeutende Ausweitung über die Grenzen Syriens hinaus vollzog sich 1948, als man den Verlust Palästinas an Israel auf eine fehlende arabische Einheit zurückführte. Die Baath-Partei im Irak wurde 1945 gegründet und bildete, nach dem Zusammenschluss des Baath mit Akram al-Huranis Arabisch Sozialistischer Partei 1952, die Arabische Sozialistische Baath-Partei. In den sechziger Jahren kamen in Syrien und dem Irak die Baath-Parteien an die Macht und dominierten dort in der Folgezeit das politische Geschehen. Nach dem Sturz des „Nationalen Kommandos” 1966 durch das syrische Regionalkommando kam es zu schweren Spannungen zwischen Syrien und dem Irak, die es ermöglichten, dass sich während des Zweiten Golfkrieges die ehemaligen arabischen Bruderländer als Kriegsgegner gegenüberstanden. Nach dem Sturz des Regimes Saddam Husseins im Irak-Krieg wurde die irakische Baath-Partei von den alliierten Siegermächten für aufgelöst erklärt.

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