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    Das bayerische Urgestein Herbert Achternbusch ("Es ist ein leichtes, beim Gehen den Boden zu berühren") kam als uneheliches Kind eines Zahnarztes und einer "sportlichen Schönheit ...

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    Biographie und Auflistung der bereits entstandenen Filme des Autors und Regisseurs in Dirk Jaspers Filmstarlexikon.

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    Herbert Achternbusch. Der Maler / Katalog zur Ausstellung 1988 in Muenchen * Duesseldorf * Wien * Hamburg * Berlin von Marina Schneede und Matthias Klein (Gebundene Ausgabe ...

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Herbert Achternbusch

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Herbert Achternbusch: Wichtige WerkeHerbert Achternbusch: Wichtige Werke

Herbert Achternbusch (*1938), deutscher Schriftsteller, Filmregisseur, Schauspieler und bildender Künstler. In seinen subjektiv gefärbten, immer aber auch sozialkritisch-provozierenden Romanen, Theaterstücken, Filmen und Hörspielen versucht er nicht zuletzt auch einen formalen Aufbruch der Gattungen.

Achternbusch wurde am 23. November 1938 als Sohn eines Zahnarztes und einer Sportlehrerin in München geboren und wuchs bei seiner Großmutter in Mietraching auf. Nach dem Abitur studierte er Malerei an der Kunstakademie in Nürnberg. Während dieser Zeit und danach war er in verschiedenen Jobs tätig, u. a. als Zigarettenverkäufer auf dem Münchner Oktoberfest. 1975 begann Achternbusch, Filme zu drehen. Mit seinen Werken, in denen er häufig äußerst drastisch Kritik an Staat, Gesellschaft, Kirche und Religion übte, provozierte er immer wieder Skandale, die oftmals Aufführungsverbote nach sich zogen: So durfte sein Film Das Gespenst (1982) in Österreich und der Schweiz nicht aufgeführt werden und wurde in Deutschland von zahlreichen katholischen Organisationen boykottiert; Bundesinnenminister Friedrich Zimmermann strich im Nachhinein ein Achternbusch zustehendes Preisgeld in Höhe von 70 000 DM für Das letzte Loch (1981) und verbannte den Wanderkrebs (1984) aus der Liste förderungswürdiger Filme, was die Finanzierung der Nachfolgeprojekte stark erschwerte. Achternbusch filmte danach zeitweise aus Kostengründen auf Super-8. Heute lebt Achternbusch nach einem längeren Aufenthalt in Ambach am Starnberger See als freier Schriftsteller in München. Unter anderem erhielt er die Ludwig-Thoma-Medaille (1975), den Spezialpreis des Filmfestivals von Locarno für Das letzte Loch (1982) und den Mühlheimer Dramatikerpreis für Gust (1986). Den Petrarca-Preis lehnte der Autor 1977 ab.

In seinem teilweise stark autobiographischen Werk verwendet Achternbusch u. a. verfremdende Elemente als Stil- und Ausdrucksmittel; dabei gemahnt die Überzeichnung von Realität auch in den Filmen nicht selten ans absurde Theater („Du hast keine Chance, aber nutze sie!”, Die Atlantikschwimmer, 1976). Ein Schwerpunkt seiner Kritik sind die kulturellen und politischen Verhältnisse in Bayern, die zur Zielscheibe seiner satirischen Darstellungen wurden. Bewusst verzichtet Achternbusch auf traditionelle Regeln formaler Ästhetik. In seinen Filmen traten immer wieder auch Laiendarsteller auf, darunter Heinz Braun, Alois Hitzenbichler und Annamirl Bierbichler, aber auch professionelle Schauspieler wie Margarethe von Trotta, Josef Bierbichler oder Armin Mueller-Stahl. Dabei setzte der Regisseur zumeist auf eine einfache Geschichte, bei deren Realisation auch die Improvisation eine wichtige Rolle spielte, wie etwa in Bierkampf (1977), in dem Achternbusch in Polizeiuniform Besucher des Münchner Oktoberfestes düpierte, indem er ihnen z. B. ihr Bier wegtrank. Berühmt wurde Annamirl Bierbichlers Monolog als frustrierte Ehefrau in Servus Bayern (1977). Bei den zum Teil grotesken Dialogen war Karl Valentin unverkennbares Vorbild.

Viele von Achternbuschs Werken wurden in verschiedenen Kunstformen mehrfach realisiert. Zum Werk gehören die Prosatexte Hülle (1969), Das Kamel (1970), Die Macht des Löwengebrülls (1970), Die Alexanderschlacht (1971), L’état c’est moi (1972), Der Tag wird kommen (1973), Das Andechser Gefühl (1975), Die Stunde des Todes (1975), Land in Sicht (1977), Weg (1985) und Hundstage (1995); die Textsammlungen 1969, Die Alexanderschlacht, Die Atlantikschwimmer (3 Bde., 1978), Die Olympiasiegerin (1982) und Wellen (1983), die Dramen Ella (1978), Kuschwarda City (1980), Mein Herbert (1982), Gust (1985), Der Stiefel und sein Socken (Uraufführung 1993) und Meine Grabinschrift (Uraufführung 1996) sowie die Filme Der Komantsche (1979), Der Depp (1982), Rita Ritter (1984), Die Föhnforscher (1985) und Heilt Hitler! (1986).

1990 kam Achternbuschs Band Mixwix heraus, der neben dem gleichnamigen Filmdrehbuch und poetologischen Reflexionen das Stück Auf verlorenem Posten sowie Texte über Charlie Chaplin und Akira Kurosawa enthält. 1996 wurde sein Zweipersonenstück Der letzte Gast im Werkraum der Münchner Kammerspiele uraufgeführt; 1997 kam Achternbuschs Film Picasso in München in die Programmkinos, in dem Pablo Picasso in München seine „gelbe Periode” durchlebt. 1998 kam der Film Neue Freiheit – keine Jobs heraus, den Achternbusch überwiegend mit Schauspielern der Münchner Kammerspiele gedreht hatte. Es folgten die Stücke Tukulti (1998), Daphne von Andechs (2001), Der Weltmeister (2005), Kopf und Herz (2007) und Einklang (2007) sowie der Stummfilm Das Klatschen der einen Hand (2002).

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