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Big Band

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Count Basie: Way Out BasieCount Basie: Way Out Basie

Big Band, Bezeichnung für die großorchestrale Form des Jazz. In der Regel bestehen Big Bands aus drei Bläsersätzen mit je vier Trompeten, vier Posaunen (davon eine Bassposaune) und fünf Saxophonen, die sich in zwei Alt-, zwei Tenor- und ein Baritonsaxophon unterteilen (Brass-, Reed- bzw. Woodwindsections). Hinzu kommen die Rhythmusgruppe mit Schlagzeug, Kontrabass und Klavier, manchmal ergänzt durch Gitarre, und der Dirigent (Bandleader).

Vorformen von Big Bands gab es in den vielköpfigen Brass Bands, Unterhaltungsorchesten der Vaudeville-Theater und frühen Jazzbands in New Orleans. Der Übergang zum Big-Band-Jazz der Swing-Ära war fließend. Stilbildend wurde Ende der zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts Fletcher Henderson, der seine Band in Bläsersätze einteilte, denen er eigenständige harmonische und melodische Funktionen gab. Daneben wurde Duke Ellington zum Vorbild vieler weißer Swing-Big-Bands, die unter der Leitung von Benny Goodman, Artie Shaw oder den Dorsey-Brüdern die Tanz- und Unterhaltungsmusik der dreißiger Jahre bestimmten. Sie fanden in den schwarzen Pendants Chick Webbs, Cab Calloways, Jimmy Luncefords oder Count Basies ihr dynamisches Gegengewicht.

Nach 1945 stagnierte der Markt für Big Bands, da die Truppenbetreuung als Arbeitsfeld der Orchester wegfiel und der Bebop mit seinen kleinen Besetzungen eine neue Jazzepoche einleitete. Stan Kenton und Artie Shaw versuchten durch orchestrale Erweiterung mit Streichern, Woody Herman und Dizzy Gillespie durch Bebop-Arrangements, Machito und Mario Bauza durch kubanische Rhythmen der Big Band neue Qualitäten abzugewinnen. Gil Evans integrierte in den fünfziger Jahren ungewohnte Instrumente wie Waldhorn und Oboe in den Klangkörper, George Russell veränderte durch Einbezug mittelalterlicher Kirchentonarten seinen Orchestersound. In den sechziger Jahren lösten Free Big Bands wie das Jazz-Composers-Orchestra oder das Sun-Ra-Cosmic-Arkestra die strengen Arrangementgrenzen des Big-Band-Spieles auf. Seitdem gibt es alle orchestralen Spielarten, wobei die Hauptlinien sich entweder am Bebop/Hardbop (Thad Jones/Mel Lewis, Clarke-Boland Big Band), Rock-Jazz (Peter Herbolzheimer) oder der experimentellen Klangerweiterung orientieren (Karl Berger, Carla Bley, Vienna Art Orchestera, Maria Schneider).

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