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BASF-Gruppe, einer der führenden Chemiekonzerne der Welt mit Hauptsitz in Ludwigshafen. Die BASF-Gruppe betreibt in über 40 Ländern Produktionsstätten und besteht aus mehr als 160 Tochter- und Beteiligungsgesellschaften; deutsches Tochterunternehmen ist die BASF AG.
Die Badische Anilin- & Soda-Fabrik (BASF), 1865 von Friedrich Engelhorn in Mannheim gegründet, stellte in den Anfangsjahren hauptsächlich Teerfarben und deren Vorprodukte her und erreichte innerhalb weniger Jahrzehnte eine führende Stellung auf dem Weltfarbenmarkt. 1871 brachte das Unternehmen den roten Farbstoff Alizarin auf den Markt, weitere neue Farbstoffe folgten: Eosin, Auramin und Methylenblau sowie die Azofarbstoffe (siehe Azoverbindungen), die zur größten Gruppe synthetischer Farbstoffe wurden. Mit der Entwicklung des Haber-Bosch-Verfahrens (1908-1912) konnte Luftstickstoff bei hohem Druck, hohen Temperaturen und dem Einsatz von Katalysatoren mit Wasserstoff zu Ammoniak verbunden werden. Dies ermöglichte dem Unternehmen die synthetische Herstellung von Stickstoffdünger im industriellen Maßstab. Bedeutende Pionierarbeit leistete die BASF mit der Synthese der Farbstoffe Indigo und Indanthren sowie bei der Entwicklung des Synthesekautschuks „Buna”. 1925 ging die BASF mit zahlreichen anderen Produzenten aus der Branche in der I.G. Farbenindustrie AG auf. Mit Beginn des 2. Weltkrieges 1939 erfolgte die Umstellung auf die Kriegswirtschaft. In den Kriegsjahren wurde ein Großteil der männlichen Mitarbeiter eingezogen. Sie wurden vom NS-Regime durch dienstverpflichtete Frauen, Kriegsgefangene und vor allem durch aus den besetzten osteuropäischen Gebieten verschleppte Zwangsarbeiter ersetzt. Der damals größte Chemiekonzern der Welt wurde nach dem 2. Weltkrieg von den Alliierten zerschlagen, und 1952 wurde die BASF als eine der drei Nachfolgegesellschaften der I.G. Farben ins Handelsregister eingetragen. In den sechziger Jahren wurden systematisch Produktionsstätten im Ausland aufgebaut. Es entstanden Werke in Brasilien, Frankreich, Indien, Japan, den USA, Australien, Mexiko und Argentinien sowie in Spanien, Belgien, Italien und Großbritannien. Die BASF entwickelte sich so allmählich zu einem transnationalen Unternehmen mit Schwerpunkten in Europa, USA, Lateinamerika und Ostasien. Seit den achtziger Jahren setzt die BASF in zunehmendem Maß auch auf die wachsenden Märkte Süd- und Ostasiens und investierte vor allem in Südkorea. Seit Anfang der neunziger Jahre verstärkte sich das Engagement in der Volksrepublik China; es entstanden Produktionsanlagen u. a. in Shanghai, Nanjing, Shenyang und Jilin.
Die fünf Geschäftssegmente des BASF-Konzerns sind Chemikalien, Kunststoffe, Veredlungsprodukte, Pflanzenschutz und Ernährung sowie Öl und Gas. Von diesen tragen die Segmente Kunststoffe, Veredlungsprodukte und Chemikalien am stärksten zum Umsatz bei. Im Bereich Öl und Gas arbeitet BASF über ihr Tochterunternehmen Wintershall AG mit der russischen Gasprom zusammen, einem der größten Erdgasförderer der Welt. Gemeinsam mit der E.ON AG vereinbarte die BASF-Tochter im September 2005 mit der Gasprom den Bau einer Erdgaspipeline durch die Ostsee. Ab 2010 soll Erdgas durch die etwa 1 200 Kilometer lange Pipeline von Wyborg nach Greifswald gefördert werden.
Die BASF-Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2004 einen Umsatz von 37,5 Milliarden Euro (2003: 33,4 Milliarden Euro) bei einem Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) von 4,9 Milliarden Euro (2003: knapp 3,0 Milliarden Euro). Zum Jahresende 2004 beschäftigte BASF weltweit mehr als 81 000 Mitarbeiter (2003: über 87 000 Mitarbeiter).
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