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Elisabeth Bergner, eigentlich Elisabeth Ettel, (1897-1986), österreichisch-britische Schauspielerin. Mit ihrem nuancierten Spiel wurde sie in den zwanziger Jahren ein Idol der deutschsprachigen Bühnen, ab 1924 drehte sie auch Filme. Bergner wurde am 22. August 1897 in Drogobytsch (Galizien) geboren und wuchs in Wien auf. Im Alter von 15 Jahren begann sie ein Studium am Wiener Konservatorium. Nach Engagements in Innsbruck, Zürich und Wien feierte sie in den zwanziger Jahren große Theatererfolge, zuerst in München, dann in Berlin. Sie spielte u. a. die Titelrolle von George Bernard Shaws Die heilige Johanna (1924) in der deutschen Erstaufführung und glänzte vor allem auch durch ihre ausdrucksstarke Verkörperung der Frauengestalten in den Lustspielen Shakespeares. Ab 1924 übernahm sie auch Filmrollen, zunächst in Stumm- und später in Tonfilmen. Vielfach arbeitete sie mit dem Filmregisseur Paul Czinner, mit dem sie seit 1933 auch verheiratet war. So entstanden Fräulein Else (1929) und Der träumende Mund (1932). 1932 emigrierte sie nach London (britische Staatsbürgerschaft 1938), wo sie bis zu ihrem Tod lebte, und übte ihren Beruf in England und in den Vereinigten Staaten aus. Nach dem 2. Weltkrieg besuchte sie die Bundesrepublik nur noch auf Gastspielreisen und trat u. a. als drogensüchtige Mary Tyrone in Eugene O’Neills Drama Eines langen Tages Reise in die Nacht und als Stella in Geliebter Lügner von Shaw auf. Unter dem Titel Bewundert viel und viel gescholten. Unordentliche Erinnerungen (1978) veröffentlichte sie ihre Memoiren. Elisabeth Bergner starb am 12. Mai 1986 in London.
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