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Artikelgliederung
Brandenburg, Bundesland im Osten der Bundesrepublik Deutschland, grenzt im Norden an Mecklenburg-Vorpommern, im Osten an Polen, im Süden an Sachsen und im Westen an Sachsen-Anhalt. Im Zentrum des Bundeslandes liegt der Stadtstaat Berlin. Brandenburgs Gesamtfläche beträgt 29 476 Quadratkilometer. Hauptstadt und größte Stadt Brandenburgs ist Potsdam. Weitere große Städte sind Cottbus, Brandenburg an der Havel und Frankfurt (Oder).
Brandenburg liegt im Bereich des Norddeutschen Tieflandes. Die Landschaft des Bundeslandes wurde von aus Skandinavien kommenden Eismassen geprägt, größtenteils während der Weichsel-Eiszeit. Im Norden des Bundeslandes erstreckt sich von Nordwesten nach Südosten der Baltische Landrücken, ein Endmoränenbogen, der bis über 150 Meter hoch ist. Zahlreiche Seen, die zur Mecklenburgischen Seenplatte gehören, sind zwischen den Moränenhügeln eingebettet. Im Nordwesten Brandenburgs liegt die Prignitz, eine trockene und waldreiche Sanderlandschaft. An Polen grenzen die Uckermark (mit der Schorfheide) im Norden, die Märkische Schweiz im Osten Berlins und die Niederlausitz im Süden. Die Oberflächenformen des südlichen Brandenburgs wurden nicht während der Weichsel-Eiszeit, sondern schon während der Saale-Eiszeit geschaffen. Die Moränen dieser Eiszeit (Altmoränen) bilden die Höhenzüge des Lausitzer Grenzwalls und des Flämings. Durch die zentralen Teile Brandenburgs verlaufen von Ost nach West Urstromtäler, dies sind breit angelegte Sohlentäler, in denen während der letzten Vereisungen Schmelzwasser, am Eisrand entlang, zur Nordsee transportiert wurde. Von Süden nach Norden folgen aufeinander das Glogau-Baruther, das Warschau-Berliner und das Thorn-Eberswalder Urstromtal. In diesen Tälern verlaufen heute Teilstücke der Flüsse Spree, Havel und Elbe sowie künstlich angelegte Kanäle (u. a. Oder-Spree-Kanal und Oder-Havel-Kanal). Auch die Feuchtgebiete Spreewald, Oderbruch und Havelland, mit ihren großen Auwäldern, liegen in diesen während der Eiszeit angelegten Talungen. Das Klima Brandenburgs ist kontinental-trocken. Im Durchschnitt fallen nur zwischen 500 und 600 Millimeter Jahresniederschlag, lediglich am Fläming, in der Niederlausitz und am Baltischen Landrücken werden bis zu 800 Millimeter gemessen. Nur etwa 13 Prozent der Fläche des Landes sind mit Wald bedeckt. Größere Waldareale stocken auf Sandböden des Baltischen Landrückens, der südlichen Uckermark (Schorfheide) und der Altmoränen.
Die Einwohnerzahl des Bundeslandes beträgt etwa 2,57 Millionen. Mit einer Bevölkerungsdichte von 87 Einwohnern pro Quadratkilometer ist Brandenburg, abgesehen von Mecklenburg-Vorpommern, das am dünnsten besiedelte Bundesland Deutschlands. Am dichtesten ist das Bundesland in der Niederlausitz und um Berlin besiedelt. Die Niedersorben leben im Süden der Niederlausitz. Das ursprünglich westslawische Volk der Sorben (Wenden), das in der Lausitz circa seit dem 7. Jahrhundert siedelt, hat sich eine eigene Sprache (Sorbisch) und Kultur erhalten. 45 Prozent der brandenburgischen Bevölkerung sind christlichen Glaubens; davon ist die überwiegende Mehrheit evangelisch-lutherisch oder gehört der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg an. Über die Hälfte der Einwohner des Bundeslandes ist konfessionslos.
Die Landesverfassung wurde 1992 verabschiedet. Die 88 Abgeordneten des Landtages werden für fünf Jahre gewählt. Brandenburg gliedert sich in die vier kreisfreien Städte Brandenburg an der Havel, Cottbus, Frankfurt (Oder) und Potsdam sowie in 14 Landkreise.
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