Auswahl der Encarta-Redaktion
Gute Bücher zum Thema "Christliche Kunst", ausgewählt von den Encarta-Redakteuren.
Suche in Encarta
In Encarta suchen nach Christliche Kunst

Windows Live® Suchergebnisse

  • Titel

    ... sondern überwiegend positive und wohlwollende Aussagen macht, möchte ich anhand von einigen Beispielen darlegen. Außerdem erwartet Sie hier Christliche Kunst.

  • Kirchenbedarf

    Kirchenbedarf und sakrale Kunst aus München. Seit 1820 bieten wir Paramente, liturgische Geräte, Kreuze und christliche Geschenke in großer Auswahl an. ... Ministranten ...

  • Christliche Kunst von Anton Rückel (1919 - 1990)

    Christliche Kunst: Lassen Sie sich einladen zu einer intensiven virtuellen Begegnung mit dem Bildhauer für Christliche Kunst Anton Rückel (1919-1990).

Alle Suchergebnisse anzeigen:
Windows Live® Suchergebnisse

Christliche Kunst

Enzyklopädieartikel

Christliche Kunst, im engeren Sinne alle künstlerischen Werke, denen christliche Themen zugrunde liegen; im weiteren Sinne diejenige Kunst, die unter dem Einfluss der abendländisch-christlichen Kultur entstand. In den Zusammenhang der christlichen Kunst gehören außerdem die Architektur von Kirchenbauten, Klöstern sowie die kunsthandwerkliche Gestaltung von liturgischen Geräten, christliche Literatur und Musik. Früheste Zeugnisse christlicher Kunst sind bereits aus den Anfängen des Christentums in der Spätantike überliefert.

Die spätere Geschichte und Entwicklung der christlichen Kunst ist mit dem Bilderstreit eng verbunden. Wurde die bildliche Darstellung sakraler Motive von den Kirchenvätern einerseits strikt abgelehnt, so bestand doch andererseits ein starkes Bedürfnis nach Anschauung zunächst alttestamentarischer Szenen (in Grabkammern und Katakomben), später allgemeiner christlicher Motive, vor allem aus dem Leben Christi. Dabei spielten in früher Zeit Themen fundamentaler Art (z. B. Tod) eine herausragende Rolle. Hinzu kamen Darstellungen von Heiligen (Märtyrern), Engeln oder anderen sinnlich nicht unmittelbar zugänglichen Phänomenen. Kreuzigungsdarstellungen tauchten erst im 5. Jahrhundert auf, wobei das Kreuz selbst immer als ein Symbol des Sieges zu verstehen ist, da das damalige hellenistische Schönheitsideal mit Leiden und Sterben unvereinbar war.

Am Beispiel der Ikonenkunst zeigt sich die extreme Diskrepanz zwischen Bilderfeindschaft und Bilderkunst am sinnfälligsten. Letzterer liegt die Menschwerdung Christi zugrunde, verherrlichend festgehalten im Bild und darin überhöht. Die Ikone der orthodoxen Kirche wurde zum Mittel der Offenbarung, zur Inkarnation Gottes, was bei den Bilderfeinden im byzantinischen Bilderstreit im 8. und 9. Jahrhundert auf heftigste Ablehnung stieß, da sie eine Verfügbarkeit Gottes in Form seiner Darstellbarkeit mit den Glaubensgrundsätzen für unvereinbar hielten.

In der Reformation fanden sich mit Karlstadt und Zwingli auf der einen Seite und Luther auf der anderen zwei Gegenspieler im Bilderstreit. Erstere sahen in der Abbildung Gottes einen Götzendienst. Luther widersprach diesen Bilderstürmern u. a. mit dem Einwand, dass das Bilderverbot nur den Juden erteilt worden sei und dass das geschaffene Bildnis nur Ausdruck einer ohnehin im Geiste bestehenden Vorstellung sei, und mit dem pragmatischen Hinweis auf eine bessere Verbreitung der biblischen Botschaft bei Analphabeten. Die Ikonographie erfuhr in dieser Zeit einen enormen Aufschwung, nicht zuletzt durch die meisterhafte Darstellung von Künstlern wie Cranach oder Rembrandt.

Vom Ende des 18. bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts verlor die christliche Kunst zusehends an Bedeutung, im Expressionismus (Nolde, Barlach, Chagall) erfuhr sie eine starke Renaissance, wobei in der Folge die inzwischen vom kirchlichen Umfeld losgelöste Kunst den Begriff einer christlichen Kunst im engeren Sinne nicht mehr plausibel erscheinen lässt. In der Kunst der Gegenwart vereinigen sich christliche Aussagen mit zum Teil provozierenden Darstellungen. Darüber hinaus zeigt sich vor allem in der modernen Kirchenarchitektur, dass die Integration ästhetischer Elemente im Vordergrund steht.

Die Deutsche Gesellschaft für christliche Kunst in München (gegründet 1893) gibt u. a. die Zeitschrift Das Münster, Zeitschrift für christliche Kunst und Kunstwissenschaft heraus.

In diesem Artikel suchen
Druckerfreundliche Version der Seite
Versenden




© 2008 Microsoft