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Commerzbank-Konzern

Enzyklopädieartikel
Artikelgliederung
1

Einleitung

Commerzbank-Konzern, deutsche Großbank mit Hauptsitz in Frankfurt/Main. Der Konzern zählt zu den größten Geldinstituten Deutschlands und ist mit mehr als 700 Filialen in 43 Ländern der Erde vertreten. Muttergesellschaft des Unternehmens ist die Commerzbank AG.

2

Firmengeschichte

Das Unternehmen wurde am 26. Februar 1870 als Commerz- und Disconto-Bank in Hamburg gegründet, 1897 entstanden Niederlassungen in Frankfurt/Main und Berlin. Mit der Übernahme der Berliner Bank 1905 verlagerte das Geldinstitut seinen Hauptsitz von Hamburg nach Berlin. Bereits kurze Zeit später gehörte die Commerz- und Disconto-Bank zu den führenden deutschen Großbanken. In den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts richtete das Unternehmen zahlreiche Zweigstellen ein und übernahm verschiedene Banken. Im Zuge der Fusion mit der Mitteldeutschen Privat-Bank AG in Magdeburg 1920 änderte das Geldinstitut seinen Namen in Commerz- und Privat-Bank AG. 1929 folgte die Fusion mit der Mitteldeutschen Kreditbank in Frankfurt/Main.

Während der Weltwirtschaftskrise Anfang der dreißiger Jahre des 20. Jahrhunderts erwarb das Deutsche Reich zahlreiche Anteile des privaten Unternehmens und wurde schließlich größter Aktionär. Auf staatliche Anordnung folgte 1932 die Fusion mit dem Barmer Bank-Verein Hinsberg, Fischer & Comp. Bis 1940 gelang es dem Geldinstitut, sämtliche Anteile aus staatlicher Hand wieder in private Hände zu überführen. Ab diesem Zeitpunkt trat das Unternehmen unter dem Namen Commerzbank Aktiengesellschaft auf.

2.1

Nach dem 2. Weltkrieg

Nach dem 2. Weltkrieg verlor die Commerzbank rund 45 Prozent ihres Filialnetzes, den überwiegenden Teil davon in Ostdeutschland (Sowjetische Besatzungszone). 1947/48 wurde das Unternehmen, wie auch andere deutsche Großbanken, auf Anordnung der alliierten Besatzungsmächte entflochten. Die Nachfolgeinstitute konnten sich aber 1958 wieder unter dem alten Namen vereinigen; als Hauptsitz wurde Düsseldorf gewählt.

Während der Zeit des Wirtschaftswunders erlebte die Commerzbank einen kräftigen Wachstumsschub. Niederlassungen im Ausland entstanden, darunter 1971 die Filiale in New York, die erste einer deutschen Bank in den USA. In den frühen siebziger Jahren verlegte die Commerzbank ihren Hauptsitz nach Frankfurt/Main. Der Konzern ist in Europa heute über zum Teil wechselseitige Kapitalverflechtungen mit führenden Banken und Kreditinstituten sowie Unternehmensberatungen verbunden. Das Kerngeschäft wird vor allem in Deutschland, Europa und auf ausgewählten Märkten in den USA abgewickelt.

3

Geschäftszahlen

Im Geschäftsjahr 2005 erzielte der Commerzbank-Konzern einen Gewinn von rund 1,1 Milliarden Euro (2004: 362 Millionen Euro). Die Bilanzsumme des Konzerns stieg von knapp 425 Milliarden Euro (2004) auf knapp 445 Milliarden Euro (2005). Die Mitarbeiterzahl lag Ende 2005 bei etwa 33 000 Beschäftigten, davon mehr als 25 300 im Inland (2004: mehr als 32 000 Beschäftigte, davon etwa 25 400 im Inland).

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