Windows Live® Suchergebnisse
Windows Live® Suchergebnisse Deutsche Bank AGEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Deutsche Bank AG, größte deutsche Privatbank und einer der führenden internationalen Finanzdienstleister mit Hauptsitz in Frankfurt/Main. 1870 in Berlin gegründet, stieg die Deutsche Bank durch Übernahme des Berliner Bank-Vereins, der Deutschen Union Bank und mehrerer Regionalbanken ab 1876 zum größten Geldinstitut in Deutschland auf. 1929 fusionierte sie mit der Disconto Gesellschaft. Wegen ihrer Beteiligung an der nationalsozialistischen Zwangsarisierung wurde die Deutsche Bank nach dem 2. Weltkrieg in der westlichen Besatzungszone in mehrere Teilinstitute zerschlagen. Die Niederlassungen in der Sowjetischen Besatzungszone wurden geschlossen. 1957 formierte sie sich in Westdeutschland als Deutsche Bank AG neu. 1986 erwarb sie die Banca d’America e d’Italia und 1989 die Morgan Grenfell Group. Nach der Wiedervereinigung übernahm die Deutsche Bank das Filialnetz der Staatsbank der DDR. In der Folgezeit wuchs der Konzern durch weitere Aufkäufe ausländischer Bank- und Kreditinstitute wie die Übernahmen der Banco de Madrid S.A. (1993), des US-Investmenthauses Bankers Trust (1998), der Crédit Lyonnais (1999), des US-Vermögensverwalters Scudder Investments (2002) und der Schweizer Privatbank Rüd, Blass & Cie AG (2003). Zu den Tochtergesellschaften des Konzerns gehören u. a. die Versicherung Deutscher Herold und die Onlinebank Bank 24. Ferner hält die Deutsche Bank AG Beteiligungen u. a. an der AKA Ausfuhrkredit GmbH, der Deutschen Centralbodenkredit AG, der Deutschen Kreditbank für Baufinanzierung AG, der Frankfurter Hypothekenbank AG, an DaimlerChrysler AG, Linde AG und der Münchener Rückversicherung. Als Universalbank mit mehr als 1 500 Niederlassungen in 74 Ländern bietet sie das gesamte Servicespektrum einer internationalen Firmenkunden- und Investmentbank und betreut mehr als acht Millionen Kunden.
2005 erwirtschaftete die Deutsche Bank einen Konzerngewinn von knapp 3,8 Milliarden Euro und konnte damit das Vorjahresergebnis von fast 2,5 Milliarden Euro steigern. Die Bilanzsumme des Konzerns stieg von 840 Milliarden Euro (2004) auf über 990 Milliarden Euro. Die Zahl der Mitarbeiter nahm durch Stellenabbau von rund 65 000 (2004) auf etwa 63 800 Beschäftigte ab und soll bis Ende 2006 auf unter 63 000 sinken. In Deutschland waren Ende 2005 rund 25 000 Mitarbeiter bei der Deutschen Bank beschäftigt.
© 1993-2008 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
© 2008 Microsoft
![]() ![]() |