Auswahl der Encarta-Redaktion
Gute Bücher zum Thema "Elbsandsteingebirge", ausgewählt von den Encarta-Redakteuren.
Suche in Encarta
In Encarta suchen nach Elbsandsteingebirge

Windows Live® Suchergebnisse

Alle Suchergebnisse anzeigen:
Windows Live® Suchergebnisse

Elbsandsteingebirge

Enzyklopädieartikel
Multimedia
ElbsandsteingebirgeElbsandsteingebirge

Elbsandsteingebirge, Bergland beiderseits des Elbdurchbruchs zwischen Erzgebirge und Lausitzer Bergland, zu Deutschland und der Tschechischen Republik gehörend.

Das aus gelbgrünen Quadersandsteinen der Kreide aufgebaute, stark bewaldete Mittelgebirge bildet auf deutscher Seite die Sächsische Schweiz. Das Elbsandsteingebirge ist ein vor allem durch die abtragende Wirkung der Elbe entstandenes Erosionsgebirge mit einer für Europa einzigartigen Landschaft. Die Elbe hat sich hier in einer Höhe von etwa 120 bis 130 Metern ein tiefes, markantes Durchbruchstal geschaffen. Über die abgetragenen Verebnungsflächen in rund 250 Meter Höhe ragen vulkanische Kuppen aus tertiärem Basalt und Sandsteintafelberge. Höchster Berg des Elbsandsteingebirges ist der auf der tschechischen Seite gelegene Děčínský Sněžník (Hoher Schneeberg) mit 721 Metern, höchste Erhebung auf deutscher Seite ist der Große Zschirnstein mit 560 Metern. Charakteristisch für das Landschaftsbild sind die mächtigen, von deutlichen Fugen getrennten Quadersandsteine mit einer starken, oft in bizarre Pfeiler und Türme gipfelnden Zerklüftung und steilen Klammen.

In dem seit dem 12. Jahrhundert von Bauern besiedelten Gebiet war vor allem der Anbau von Hafer, Roggen und Flachs von Bedeutung. Letzterer war die Grundlage für ein umfangreiches Textilgewerbe, das im 19. Jahrhundert mit dem Aufkommen der maschinellen Leinenherstellung jedoch ein Ende fand. Neben dem Wald als wichtigem Holzlieferanten für die Städte hatte vor allem der gut zu verarbeitende Sandstein über Jahrhunderte hinweg eine hohe wirtschaftliche Bedeutung. So lieferten die ältesten Steinbrüche das Baumaterial für den im 13. Jahrhundert erbauten Meißener Dom. Bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde das Elbsandsteingebirge für den Fremdenverkehr entdeckt, der durch die Aufnahme des Eisenbahnverkehrs von Dresden (1851) regen Aufschwung fand und heute der bedeutendste Wirtschaftsfaktor ist. 1993 wurde ein 93 Quadratkilometer großer Teil des Gebiets zum Nationalpark Sächsische Schweiz erhoben.

In diesem Artikel suchen
Druckerfreundliche Version der Seite
Versenden




© 2008 Microsoft