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Windows Live® Suchergebnisse Martina ErtlEnzyklopädieartikel
Martina Ertl (*1973), deutsche Skirennläuferin; Kombinationsweltmeisterin 2001, Teamweltmeisterin 2005, Gewinnerin des Riesenslalom-Weltcups 1996 und 1998. Von Beginn der neunziger Jahre an zählte sie als eine der erfolgreichsten deutschen Skifahrerinnen mehr als zehn Jahre lang zur Weltspitze. Ertl wurde am 12. September 1973 als Tochter eines Landwirts in Bad Tölz (Bayern) geboren. Im Alter von zweieinhalb Jahren stand sie erstmals auf Skiern, und als Sechsjährige nahm sie als Mitglied des SC Lenggries bereits an Kinderrennen teil. 1990/91 bestritt Ertl ihre erste Weltcupsaison, 1991 wurde sie im Slalom erstmals deutsche Meisterin. Ihr erster großer internationaler Erfolg war der Gewinn der Bronzemedaille im Riesenslalom bei der WM 1993 in Morioka (Japan). Bei den Olympischen Winterspielen 1994 in Lillehammer (Norwegen) holte sie Silber im Riesenslalom und beendete die Saison mit dem fünften Platz im Gesamtweltcup. 1996 bei der Weltmeisterschaft in der Sierra Nevada (Spanien) errang sie die Bronzemedaille im Riesenslalom, obwohl sie verletzungsbedingt nicht in Bestform war. In derselben Saison gewann sie auch den Riesenslalom-Weltcup und belegte den zweiten Rang im Gesamtweltcup hinter ihrer Mannschaftskollegin Katja Seizinger und vor der Österreicherin Anita Wachter. Nachdem Ertl verletzungsbedingt in der Saison 1996/97 nicht an die Erfolge der vergangenen Jahre anknüpfen konnte, erreichte sie im folgenden Winter wieder ihre Bestform. Bei den Olympischen Spielen in Nagano (Japan) 1998 holte sie die Silbermedaille in der Kombination hinter Katja Seizinger und vor Hilde Gerg; im Slalom und im Riesenslalom belegte sie jeweils Platz vier. Ertl beschloss die Saison mit dem zweiten Gewinn des Riesenslalom-Weltcups vor der Italienerin Deborah Compagnoni; in der Gesamtwertung erreichte sie Rang zwei. Die Saison 1998/99 musste sie wegen einer Verletzung vorzeitig beenden, erreichte aber Rang vier im Gesamtklassement des Weltcups hinter Alexandra Meißnitzer, Hilde Gerg und Renate Götschl. Nachdem ihre Resultate im Winter 1999/2000 nicht ihrem Leistungspotential entsprochen hatten, krönte Ertl ihre Karriere mit dem Titelgewinn in der Kombination bei der Weltmeisterschaft in Sankt Anton 2001. Nach schwachen Ergebnissen im Weltcup, die durch skitechnische Verunsicherung zustande gekommen waren, bedeutete der überraschende Gewinn der Bronzemedaille in der Kombination sowie der fünfte Rang im Slalom bei den Olympischen Winterspielen 2002 in Salt Lake City (USA) einen versöhnlichen Abschluss einer misslungenen Rennsaison. Der Winter 2002/03, der von wenigen Spitzenleistungen, aber großer Konstanz geprägt war, endete für Ertl mit Rang fünf im Gesamtweltcup. Bei der Weltmeisterschaft 2005 in Bormio (Italien) gewann sie zusammen mit Hilde Gerg, Florian Eckert, Monika Bergmann-Schmuderer, Felix Neureuther und ihrem Bruder Andreas Ertl die Goldmedaille im neu geschaffenen Teamwettbewerb. Nach ihrer Heirat im Juni 2005 ging sie unter dem Doppelnamen Ertl-Renz an den Start. Ihr bestes Resultat bei den Olympischen Winterspielen in Turin 2006 war ein siebter Platz in der Kombination. Mit einer Bilanz von drei olympischen Medaillen, vier WM-Medaillen sowie 13 Siegen und 50 Podestplätzen in 429 Weltcuprennen beendete sie nach der Saison 2005/06 ihre erfolgreiche Karriere.
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