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Windows Live® Suchergebnisse EurokommunismusEnzyklopädieartikel
Eurokommunismus, eigenständiger Weg westeuropäischer Kommunisten, die ihre Ziele in Abkehr von Moskau im Sinn eines demokratischen Sozialismus zu verwirklichen hofften. In den siebziger Jahren gelangten die KP-Chefs insbesondere Spaniens, Italiens und Frankreichs zu der Auffassung, dass der von Moskau proklamierte proletarische Internationalismus in Westeuropa längerfristig nicht zu verwirklichen sei. Sie forderten daher, dass sich die kommunistischen Parteien dieser Staaten auf die gegebene Situation einstellen und eine Machtübernahme auf parlamentarischem Weg anstreben sollten. Hierzu sei es nötig, sich – auch als Oppositionspartei – am demokratischen Zusammenspiel der Parteien zu beteiligen. Auch für eine Wahrung der Grundrechte des einzelnen und für die Autonomie der Gewerkschaften traten die Vertreter des Eurokommunismus ein und wichen damit deutlich von der Linie der leninistischen Ideologie ab. Auf einer von Moskau einberufenen Konferenz, die im Juli 1976 in Ostberlin tagte, formulierten sie, unterstützt von Rumänien und Jugoslawien, ihr Konzept, das statt der Diktatur des Proletariats die Solidarität der Werktätigen aller Länder und die Unabhängigkeit jeder einzelnen kommunistischen Partei proklamierte. 1977 verwarf das Zentralkomitee der KPdSU das Modell des Eurokommunismus, das jedoch ohnehin keine ernsthafte Alternative zum Kommunismus osteuropäischer Prägung darstellte. Insbesondere die französische KP näherte sich in der Folgezeit wieder dem Moskauer Kurs an.
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