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Flick-Affäre

Enzyklopädieartikel

Flick-Affäre, auch Parteispendenaffäre, politischer Skandal in der Bundesrepublik Deutschland in den achtziger Jahren, ausgelöst durch Spenden verschiedener Unternehmen, vor allem des Flick-Konzerns, an bundesdeutsche Parteien. Mit Hilfe verschleierter Zahlungen insbesondere an die FDP, die CDU und die CSU konnte der Flick-Konzern hohe Steuerbegünstigungen beim Verkauf von Daimler-Benz-Aktien erwirken. Die Geldbeträge waren über parteinahe gemeinnützige Organisationen geleitet worden, die als „Spendenwaschanlagen” dienten. Im Zuge der Affäre mussten Bundestagspräsident Rainer Barzel (CDU) und Wirtschaftsminister Otto Graf Lambsdorff (FDP) 1984 zurücktreten. Der Flick-Generalbevollmächtigte Eberhard von Brauchitsch sowie Hans Friderichs (FPD) und Graf Lambsdorff, die als Wirtschaftsminister jeweils über die Steuerbefreiungen zu entscheiden hatten, wurden 1987 wegen Steuerhinterziehung verurteilt.

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