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Föhr

Enzyklopädieartikel

Föhr, schleswig-holsteinische Nordseeinsel.

Föhr gehört zu den der schleswig-holsteinischen Nordseeküste vorgelagerten Nordfriesischen Inseln. Hauptort und einzige Stadt der 83 Quadratkilometer großen Insel ist Wyk – im 17. und 18. Jahrhundert ein Zentrum des Walfanges. Hier wurde 1818 die erste Badeanstalt eingerichtet, die Föhr noch vor Sylt als Badeinsel bekannt machte. Der damit einsetzende Fremdenverkehr erhielt zusätzlichen Aufschwung, als der dänische König Christian VII. 1842 Wyk zu seinem Feriendomizil machte. Heute ist der Ort ein touristisches Zentrum mit zahlreichen Kur- und Badeeinrichtungen. Im Ortsteil Boldixum steht die Sankt-Nikolai-Kirche, ein gotischer Backsteinbau mit einer bunt bemalten Kanzel aus dem 17. Jahrhundert. Die Einwohnerzahl beträgt etwa 6 000.

Das Wattenmeer zwischen Föhr, Amrum und Sylt wurde durch das aus dem vor Amrum gestrandeten Frachter Pallas auslaufende Öl stark verschmutzt. Bei dieser ökologischen Katastrophe starben im Herbst 1998 Tausende von Seevögeln.

Im Rahmen eines überregional angelegten Projekts zum Schutz von Sandstränden vor Erosion versuchen Küstenschützer, den Sand an Föhr mit Hilfe eines hydraulischen Bindemittels zu festigen. Diese Maßnahme dient der Verringerung des Sandflugs.

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