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BefreiungskriegeEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Einleitung; Voraussetzungen; Die Erhebung Preußens; Der Frühjahrsfeldzug 1813; Der Herbstfeldzug 1813; Der Feldzug 1814; Der Feldzug 1815
Ende August 1813 stießen drei österreichisch-preußisch-russisch-schwedische Armeen unter österreichischem Oberbefehl gegen die um Dresden versammelten Truppen Napoleons vor. Beide Seiten konnten Siege für sich verbuchen (die Alliierten am 23. und 26. August 1813 bei Grußbeeren und an der Katzbach, Napoleon am 26./27. August bei Dresden, die Alliierten am 30. August bei Kulm und Nollendorf). Am 8. Oktober fiel Bayern im Vertrag von Ried von Napoleon ab und trat der antinapoleonischen Koalition bei und leitete damit die Auflösung des von Napoleon dominierten Rheinbundes ein. In der Völkerschlacht bei Leipzig (16.-19. Oktober 1813) erlitt Napoleon schließlich die entscheidende Niederlage. Napoleon selbst konnte sich mit seiner Restarmee über den Rhein nach Frankreich zurückziehen; seine Herrschaft in Deutschland aber brach zusammen, und der Rheinbund löste sich auf.
Zum Jahreswechsel 1813/14 überschritten Koalitionstruppen unter dem preußischen Generalfeldmarschall Blücher den Rhein, um den Krieg gegen Napoleon fortzusetzen. Nach wechselvollen Kämpfen in Frankreich konnten die Verbündeten – an ihrer Spitze Zar Alexander I. – am 31. März 1814 in Paris einziehen. Napoleon musste kapitulieren und am 6. April abdanken; er wurde auf die Insel Elba, die er als Fürstentum erhielt, verbannt. Frankreich wurde in den Grenzen von 1792 wiederhergestellt und Ludwig XVIII. als König eingesetzt (Erster Pariser Frieden).
Während auf dem Wiener Kongress die Neuordnung Europas verhandelt wurde, übernahm Napoleon im März 1815 nach seiner Landung bei Cannes erneut die Herrschaft in Frankreich (Herrschaft der Hundert Tage). Nach der Ächtung Napoleons durch die Alliierten rückten zwei Armeen unter den Generälen Blücher und Wellington nach Belgien vor, wo Napoleon zunächst Blücher bei Ligny schlug (16. Juni 1815), schließlich aber in der Schlacht von Waterloo (18. Juni) endgültig von Wellington und Blücher besiegt wurde. Napoleon wurde auf die Insel Sankt Helena verbannt, das bourbonische Königtum in Frankreich mit dem zweiten Pariser Frieden erneuert.
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