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Windows Live® Suchergebnisse FuturologieEnzyklopädieartikel
Futurologie, von Ossip K. Flechtheim 1943 eingeführter Begriff für Zukunftsforschung. In einem weiten Sinn umfasst die Futurologie gesamtgesellschaftliche Entwicklungstheorien. Im engeren und eigentlichen Sinn bezieht sie sich als konkrete politische Planungsforschung auf bestimmte Weichenstellungen für den Zeitraum der jeweils kommenden 5 bis 20 Jahre. Die Futurologie fasst die hierzu relevanten Forschungsergebnisse der einzelnen Wissenschaften wie Wirtschafts-, Politik- und Naturwissenschaften zusammen, wertet sie aus und zieht Schlussfolgerungen für die einzelnen Politikfelder. Ihre inhaltlichen Schwerpunkte ändern sich mit den gerade drängenden Problemstellungen. Standen in den sechziger Jahren Rüstungsfragen im Vordergrund, so wurden etwa seit Mitte der siebziger Jahre ökologische Themen vorrangig. Gerade die Erfahrung von der Begrenztheit der globalen Ressourcen fand einen breiten Widerhall in der Öffentlichkeit. Weitere Problemfelder sind die Beseitigung von Hunger und Elend in der so genannten Dritten Welt, die weltweite Demokratisierung und die Überwindung von Entfremdungserscheinungen. Die institutionelle Futurologie hat sich in Deutschland in der Gesellschaft für Zukunftsfragen e. V. mit Sitz in Berlin organisiert, in Österreich wird sie durch die Österreichische Gesellschaft für langfristige Entwicklungsforschung mit Sitz in Wien repräsentiert, und in der Schweiz wurde die Schweizer Vereinigung für Zukunftsforschung mit Sitz in Zürich geschaffen.
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