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Windows Live® Suchergebnisse Johann Wilhelm Ludwig GleimEnzyklopädieartikel
Johann Wilhelm Ludwig Gleim (1719-1803), Dichter. Er wurde am 2. April 1719 in Ermsleben geboren und studierte zwischen 1738 und 1741 Jura und Philosophie in Halle (Saale). Dort gründete er u. a. mit Johann Peter Uz und Johann Nikolaus Götz den Halleschen Freundeskreis, der sich unter französischem Einfluss der sinnlich-lebensfrohen Anakreontik verschrieb. Er selbst avancierte mit seinem dreiteiligen Versuch in scherzhaften Liedern (1744-1758), einem Preisgesang auf Wein und Liebe, zu ihrem bedeutendsten Vertreter. 1743 wurde Gleim Privatlehrer, ein Jahr später dann Sekretär des Prinzen Wilhelm von Brandenburg-Schwedt, in dessen Gefolge er am 2. Schlesischen Krieg teilnahm. In dieser Eigenschaft ging er 1745 an den Hof von Fürst Leopold I. von Anhalt-Dessau. 1747 wurde er Domsekretär in Halberstadt und schließlich – noch im gleichen Jahr – Kanonikus des Stiftes Waldeck. Danach wirkte Gleim ausschließlich als Förderer junger Literaten und als Schriftsteller (Fabeln, Oden, Hymnen, Epigramme, Balladen, Romanzen). Befreundet war er u. a. mit Johann Georg Jacobi, Friedrich Gottlieb Klopstock und Wilhelm Heinse. Seine patriotische Haltung kam in den Preußischen Kriegsliedern in den Feldzügen 1756 und 1757 von einem Grenadier (1758) zum Ausdruck. Daneben tat er sich durch Nachdichtungen Walther von der Vogelweides hervor. Sein reger Briefwechsel mit Dichterkollegen ist auch von literaturgeschichtlichem Interesse. Gleim starb am 18. Februar 1803 in Halberstadt. Sein als „Hüttchen” bezeichnetes Wohnhaus wurde später in ein Museum und Archiv (Gleimhaus) umgewandelt.
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