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Heiden

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Keltisches KreuzKeltisches Kreuz

Heiden, nach dem Alten Testament (siehe Bibel) diejenigen, die nicht zum Volk Israel gehören, nach dem Neuen Testament die Gruppe der nicht Getauften; im christlichen Sprachgebrauch werden Nichtjuden und Nichtchristen als Heiden bezeichnet.

Im Alten Testament werden zwei Arten von Umgang mit Heiden unterschieden: Zum einen werden Heiden, da sie den wahren Gott (Jahwe) nicht kennen, als Feinde gesehen und dementsprechend mit allen Mitteln verfolgt, bis hin zur Ausrottung (bei den Kanaanitern). Auch der Kontakt mit Heiden (z. B. Ehen) und die Pflege ihres Brauchtums sind untersagt. Nach einer anderen alttestamentrischen Sicht sind Heiden Jahwes Eigentum, er liebt sie und gebraucht sie für seine Werke. In der messianischen Endzeit erhalten sie durch Anbetung die Möglichkeit, Gottes Reich anzugehören.

Nach dem israelitischen (mosaischen) Gesetz konnten Heiden, die unter den Israeliten lebten, Opfer darbringen, hier und da integrierte man sie in ihre Gemeinschaft. Schließlich wurden sogar Verträge mit Heiden geschlossen.

Für das Neue Testament gilt im Prinzip dieselbe Abgrenzung der Christen und Juden gegenüber Heiden, und es ist nach Jesu Worten ratsam, ihnen nicht nachzueifern und sich von ihnen fernzuhalten. Gleichzeitig besteht aber ihre eindeutige Berufung zum Reich Gottes. Dementsprechend wird auch die Heilslehre als für alle Menschen geltend dargelegt.

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