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Windows Live® Suchergebnisse Heinz HilpertEnzyklopädieartikel
Heinz Hilpert (1890-1967), Schauspieler, Regisseur und Theaterleiter. Er wurde am 1. März 1890 in Berlin geboren. Nach dem 1. Weltkrieg kam er als Schauspieler an die Berliner Volksbühne, wo er auch als Regisseur debütierte. 1923 war er am Schauspielertheater sowie am Kollektivtheater Die Truppe und an der Jungen Bühne tätig. In dieser Zeit befreundete er sich mit Carl Zuckmayer, dessen Stücke er häufig inszenierte. 1932 bis 1934 war Hilpert Direktor der Volksbühne. Nach der Machtergreifung Hitlers wurde er 1934 mit Einverständnis des nach Österreich emigrierten Max Reinhardt Direktor des Deutschen Theaters in Berlin, was er bis Kriegsende blieb; von 1938 bis 1945 leitete er zusätzlich das Wiener Theater in der Josefstadt. Während des Nationalsozialismus engagierte sich Hilpert für Verfolgte und trat für künstlerische Freiheit an seinen Bühnen ein. So übten die sonntäglichen Dichterlesungen, die ab 1939 dort stattfanden, häufig Kritik am Regime. Nach dem 2. Weltkrieg wurde Hilpert Theaterleiter in Frankfurt am Main (1947/48), dann in Konstanz (1948-1950) und Göttingen (1950-1965). Seine auf Werktreue ausgerichtete Regiearbeit war von Max Reinhardt ebenso wie von Otto Brahm geprägt. In den sechziger Jahren publizierte er Das Theater – ein Leben (1961) und Liebe zum Theater (1963). Hilpert starb am 25. November 1967 in Göttingen.
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