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  • Arno Holz, Phantasus - Gedichte

    Arno Holz, Phantasus. Gedichte aus 'Phantasus', 'Dafnis' und 'Buch der Zeit', nach Themenbereichen geordnet, mit einer Biographie, einer Bibliographie und einem Gedichtverzeichnis

  • Arno Holz – Wikipedia

    Arno Holz (* 26. April 1863 in Rastenburg, Ostpreußen; † 26. Oktober 1929 in Berlin) war ein deutscher Dichter und Dramatiker des Naturalismus. Als sein Hauptwerk gilt der ...

  • Arno Holz

    Leben und Werk von Arno Holz ... Hermann Oscar Arno Alfred Holz. wurde am 26. April 1863 in Rastenburg (heute Ketrzyn) geboren.

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Arno Holz

Enzyklopädieartikel

Arno Holz, Pseudonym Hans Volkmar, (1863-1929), Schriftsteller. Von Lew Tolstoj und Émile Zola beeinflusst, ist er einer der bedeutendsten Wegbereiter und Vertreter des deutschen Naturalismus.

Holz wurde am 26. April 1863 in Rastenburg geboren. 1875 übersiedelte er nach Berlin, wo er, als freier Schriftsteller in Schönhausen lebend, mit den Anfängen der Berliner Moderne in Berührung kam und in der Großstadtatmosphäre sein Thema fand. Nach einigen Gedichtbänden Mitte der achtziger Jahre – darunter Klinginsherz (1883) und Das Buch der Zeit (1886) – veröffentlichte er mit seinem Freund Johannes Schlaf unter dem gemeinsamen Pseudonym Bjarne P. Holmsen die Prosaskizze Papa Hamlet (1889) und das Drama Die Familie Selicke (1890). Hierbei etablierte Holz einen „konsequenten Naturalismus”, der auf exakte Milieuschilderung unter Einbeziehung auch umgangssprachlicher Elemente abzielte. Seine theoretische Grundlage formulierte er in Die Kunst, ihr Wesen und ihre Gesetze (1891/92) Als Schlaf sich dem Impressionismus zuwandte, kam es zum Bruch. Das bereits 1886 verfasste mythische Langgedicht Phantasus (2 Bde., 1898/99) über einen dahindämmernden, hungernden Berliner Dichter ist einer von Holz’ zentralen Texten; ausgehend von der Dichtung Walt Whitmans sollte hier, durch das Bewusstsein des Dichters geformt, eine totale, alles in sich aufnehmende Lyrik entstehen („Das ,letzte Geheimnis’ der Phantasuskomposition besteht im Wesentlichen darin, daß ich mich unaufhörlich in die heterogensten Dinge und Gestalten zerlege”). Gemeinsam mit weiteren reimlosen Gedichten, die ihre Struktur von einem inneren Rhythmus her beziehen wollen, wurde Phantasus später (1924/25) in eine dreibändige Gesamtausgabe aufgenommen. Erst in den sechziger Jahren dann kamen zusätzlich drei Bände aus dem Nachlass heraus.

Mit Lieder auf einer alten Laute (1903, 1904 erweitert unter dem Titel Dafnis) schuf Holz ein parodistisches Werk, das mit den sprachlichen Mitteln der Barocklyrik die Engstirnigkeit des Kleinbürgertums karikiert. Die darauf folgende Tragikomödie Traumulus (1905, mit seinem Jugendfreund Oskar Jerschke) wurde später verfilmt. Holz starb am 26. Oktober 1929 in Berlin. Weitere Werke sind die Gedichtbände Buch der Zeit. Lieder eines Modernen (1886) und Der geschundene Pegasus (1892), die Literatursatire Die Blechschmiede (1902) sowie die Dramen Sozialaristokraten (1896), Sonnenfinsternis (1908) und Ignorabimus (1913). 1924 veröffentlichte Holz seine Erinnerungen unter dem Titel Kindheitsparadies.

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