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  • Innerer Monolog

    teachSam-Arbeitsbereich Epische Texte - Angebot für Lehrer und Schüler

  • I

    Innerer Monolog Darbietungsform des Erzählens; 1. (ersatzweise auch 2.) Person Indikativ Präsens; Innensicht ohne kommentierende Einmischung des Erzählers bzw. der ...

  • Innerer Monolog

    Mehr noch als die erlebte Rede haben die unterschiedlichen Arten der ´stummen direkten Rede´ die Funktion, das Denken oder Fühlen einer Figur möglichst unvermittelt ...

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Innerer Monolog

Enzyklopädieartikel
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Arthur SchnitzlerArthur Schnitzler

Innerer Monolog, Erzählverfahren zur Darstellung von Realität vor allem innerhalb der Literatur der Moderne, das versucht, den Gedankengang einer Figur aus der Innenperspektive exakt und mitsamt ihrer assoziativ-sprunghaften Vielschichtigkeit unmittelbar widerzuspiegeln. Dementsprechend nutzt der innere Monolog die 1. Person Singular und die Präsensform (im Unterschied zur so genannten erlebten Rede, die in der 3. Person Singular und im Imperfekt abgefasst ist). Auch Unbewusstes fließt mit ein. Der innere Monolog hat eine gewisse Affinität zum Stream of consciousness, von dem er sich durch seine stärkere formale Strukturierung aber unterscheidet. Ziel dieser Darstellungsform ist oftmals die Identifikation des Lesers mit der Figur.

Erste Ansätze eines inneren Monologs finden sich bereits bei Aleksandr Puschkin, bei W. M. Garschin und bei Fjodor M. Dostojewskij, der seine Novelle Die Sanfte wegen dieser quasi stenographischen Wiedergabe der Innenwelt eine „phantastische Erzählung” nannte. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts bzw. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde das Verfahren etwa von E. Dujardin in Geschnittener Lorbeer oder von Arthur Schnitzler in Lieutenant Gustl bzw. Fräulein Else verwendet („Warum schaut mich die holländische Familie so an? Man kann doch unmöglich was merken. Der Portier sieht mich auch so verdächtig an. Ist vielleicht eine Depesche gekommen? Achtzigtausend? Hunderttausend? Adresse bleibt Fiala. Wenn die Depesche da wäre, würde er es mir sagen. Er sieht mich hochachtungsvoll an. Er weiß nicht, daß ich unter dem Mantel nichts anhabe. Niemand weiß es ...”). Auch James Joyce, William Faulkner, Virginia Woolf, Marcel Proust, Thomas Mann, Hermann Broch und Alfred Döblin nutzten die Technik.

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