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Windows Live® Suchergebnisse KammerspieleEnzyklopädieartikel
Kammerspiele, Bezeichnung für kleine Theater, die mit geringem bühnentechnischen Aufwand agieren. Sie entstanden während der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert als Experimentierbühnen für die zeitgenössischen Dramen der Moderne (auch die eigens für diese Bühnen konzipierten Dramen werden Kammerspiele genannt). Heutige Formen des Kammerspiels in diesem Sinne sind die modernen Studiobühnen bzw. Werkraumtheater. August Strindberg benutzte den Begriff Kammerspiel erstmals 1907 für seine vier Dramen Wetterleuchten, Brandstätte, Gespenstersonate und Der Scheiterhaufen, die er für das Stockholmer Intime Theater (Intima Teatern), eine Art Versuchsbühne, geschrieben hatte. Sie waren für ein kleines Figurenpersonal konzipiert und erforderten weder große Bühnen noch einen aufwendigen Apparat. Die Gespenstersonate wurde 1915 durch Otto Falckenberg an den Münchner Kammerspielen uraufgeführt und kam unter der Regie Max Reinhardts 1916 an die Berliner Kammerspiele. Auch die Hamburger Kammerspiele unter Erich Ziegel waren von theatergeschichtlicher Bedeutung. Neben Strindberg verfassten auch Henrik Ibsen, Anton Tschechow, Arthur Schnitzler, Frank Wedekind, Hugo von Hofmannsthal oder Maurice Maeterlinck Stücke speziell für Kammerspieltheater.
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