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Windows Live® Suchergebnisse KartoffelkäferEnzyklopädieartikel
Kartoffelkäfer, etwa ein Zentimeter großer und an zehn schwarzen Längslinien auf den gelben Flügeldecken leicht erkennbarer Blattkäfer. Er frisst vor allem die Blätter von Kartoffel- und Tabakpflanzen, aber auch die wilder Nachtschattengewächse und wird deshalb sowohl auf Feldern als auch in Gärten und Laubmischwäldern angetroffen. Ursprünglich lebte er nur in Nordamerika, heute ist er als Kulturfolger in der ganzen Welt verbreitet. Kartoffelkäfer wurden erstmals 1877 nach Europa eingeschleppt, nach dem 1. Weltkrieg breiteten sie sich in Europa aus. Die Käfer kriechen nach der Überwinterungsperiode aus dem Boden und suchen ihre Futterpflanzen auf. Das Weibchen legt 20 bis 30 Eier auf Blattunterseiten ab, pro Jahr sind mehr als drei Generationen möglich. Die Larven verpuppen sich nach zwei bis vier Wochen und entwickeln sich in 24 Tagen zu Käfern. Bei günstiger Witterung kann es zu Massenvermehrung und bei Befall von Kulturpflanzen zu erheblichen wirtschaftlichen Schäden kommen. Die Larven werden von Laufkäfern der Gattung Carabus erbeutet, von Vögeln jedoch gemieden. Systematische Einordnung: Der Kartoffel- oder Coloradokäfer heißt zoologisch Leptinotarsa decemlineata, er gehört zur Familie Chrysomelidae.
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