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  • Alfred Kerr Stiftung

    Die Alfred-Kerr-Stiftung verleiht jdhrlich den Alfred-Kerr-Darstellerpreis f|r den besten jungen Schauspieler oder die beste junge Schauspielerin.

  • Alfred Kerr Stiftung | Namensgeber

    Lebensdaten 1867 Am 25. Dezember wird Alfred Kerr in Breslau geboren. Sein Vater ist der jüdische Weinhändler Emanuel Kempner.

  • Alfred Kerr – Wikipedia

    Alfred Kerr (geb. als Alfred Kempner; * 25. Dezember 1867 in Breslau; † 12. Oktober 1948 in Hamburg) war ein deutscher Schriftsteller, Theaterkritiker und Journalist jüdischer ...

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Alfred Kerr

Enzyklopädieartikel

Alfred Kerr, bis 1911 Alfred Kempner, (1867-1948), deutscher Schriftsteller und Theaterkritiker. Mit seinen Reportagen und Rezensionen wurde er einer der umstrittensten aber auch einflussreichsten Kritiker Deutschlands.

Kerr wurde am 25. Dezember 1867 im preußischen Breslau geboren und studierte Philosophie und Germanistik. Ab 1900 profilierte er sich als einer der einflussreichsten Theaterkritiker Berlins und war zwischen 1912 und 1915 Mitarbeiter bzw. Herausgeber der avantgardistischen Kunstzeitschrift Pan. Von 1919 bis zu seiner Emigration 1933 arbeitete Kerr als Theaterkritiker beim Berliner Tageblatt und war nach 1928 auch für den Rundfunk tätig. Seine Flucht über Prag, Lugano und Paris nach London schildert die posthum erschienene Autobiographie Ich kam nach England (1978). In England arbeitete er bei verschiedenen Exilzeitschriften mit, nach 1945 dann bei verschiedenen westdeutschen Zeitungen. Kerr starb am 12. Oktober 1948 in Hamburg.

Mit seinen stilistisch ausgefallenen, oft sehr persönlich gehaltenen, pointierten Texten versuchte Kerr, die Literaturkritik zur gleichberechtigten, eigenständigen Kunstform zu erheben. Während sich die provokativen und sprachlich übermütigen Artikel bei seiner Leserschaft großer Beliebtheit erfreuten, wurde ihm von Journalisten und kritisierten Künstlern oft Polemik und Eitelkeit vorgeworfen. Zu den von ihm protegierten Dichtern gehörten Henrik Ibsen und der junge Gerhart Hauptmann. Hingegen stand er der Dramatik Hermann Sudermanns und Bertolt Brechts (dem er die „Erfindung” des epischen Theaters streitig zu machen suchte) skeptisch gegenüber. Kerr veröffentlichte auch Lyrik – sein erster Gedichtband Die Harfe erschien 1917 – sowie Reisefeuilletons. Sein selbstironisch-parodistischer autobiographischer Roman Der Dichter und die Meerschweinchen (2004) wurde aus dem Nachlass herausgegeben.

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