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Kestner-Museum-und-GesellschaftEnzyklopädieartikel
Kestner-Museum-und-Gesellschaft, Antiken- und Kunstgewerbesammlung in Hannover, gegründet 1889. Schwerpunkte des Museums sind Münzen und Medaillen, Glas- und Porzellansammlungen aus römischer, griechischer und ägyptischer Zeit; daneben gibt es eine Präsenzbibliothek mit entsprechender Fachliteratur zu den einzelnen Abteilungen. Träger der Einrichtung ist die Stadt Hannover. Den Grundstock des Kestner-Museums bilden die Bestände der Sammlungen August Kestners (1777-1853) und Friedrich Culemanns. Kestner war Diplomat und u. a. seit 1817 in diplomatischen Diensten in Rom. Das Museum besitzt eine bedeutende Sammlung der Antike mit ägyptischen, zyprischen, griechischen, etruskischen und römischen Kunstwerken. Darunter befindet sich der eindrucksvolle Porträtkopf des Echnaton, datiert auf das Jahr 1350 v. Chr. In den Abteilungen Mittelalter und Renaissance sind bedeutende Beispiele des kirchlichen und weltlichen Kunstgewerbes zu bewundern, z. B. das einmalige Kopfreliquiar des Klosters Fischbeck aus dem späten 12. Jahrhundert. Die Kunstgewerbesammlung umfasst das 17. bis 20. Jahrhundert und bietet eindrucksvolle Porzellan- und Goldschmiedearbeiten, Möbel, Glas und Textilien sowie Töpferarbeiten von der spanischen Insel Mallorca. Die herausragende Münzsammlung umfasst griechische, römische, mittelalterliche und neuzeitliche Münzen und Medaillen. Die Kestner-Gesellschaft wurde 1916 als Kunstvereinigung gegründet und veranstaltete in den zwanziger Jahren Kunstausstellungen avantgardistischer Künstler. 1936 wurde die Kestner-Gesellschaft verboten, 1948 wurde sie neu gegründet.
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