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Windows Live® Suchergebnisse Kronstädter AufstandEnzyklopädieartikel
Kronstädter Aufstand, spontane Erhebung russischer Matrosen in Kronstadt im Februar/März 1921 gegen die Alleinherrschaft der Bolschewiki. Der Ostseemarinestützpunkt Kronstadt galt seit der Revolution von 1905 als Bastion der Bolschewiki, und während der Oktoberrevolution spielten die Kronstädter Matrosen eine bedeutende Rolle bei der Machtübernahme durch die Bolschewiki. Gleichwohl solidarisierten sich Anfang 1921, während des Bürgerkrieges, die Kronstädter Matrosen mit streikenden Arbeitern in Petrograd (heute Sankt Petersburg), die sich für bessere Lebensbedingungen, ein flexibleres Wirtschaftssystem und größere politische Freiheiten einsetzten. Am 29. Februar 1921 stimmten 16 000 Matrosen einer Resolution zu, die freie geheime Neuwahlen zum Sowjet, die Zulassung aller sozialistischer Parteien, die Sicherung der Grundfreiheiten, eine Amnestie für politische Gefangene, ausreichende Lebensmittelrationen, wirtschaftliche Freiheiten und Ähnliches mehr forderte. Die Kronstädter waren der Überzeugung, Wladimir I. Lenin werde ihren Wünschen entgegenkommen, sahen sich jedoch bitter getäuscht: Kronstadt wurde von der Roten Armee belagert und am 18. März 1921 eingenommen, der Aufstand wurde blutig niedergeschlagen. In 13 Schauprozessen demonstrierte die Parteiführung anschließend ihren alleinigen Macht- und Herrschaftsanspruch. Darüber hinaus verfügte der Parteikongress auf Lenins Antrag Maßnahmen gegen oppositionelle Plattformen.
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