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Lausitz

Enzyklopädieartikel

Lausitz, zusammenfassende Bezeichnung für die Gebiete Niederlausitz (Brandenburg) und Oberlausitz (Sachsen) beiderseits der Spree und der Lausitzer Neiße. Ein Großteil der Sorben lebt in dieser Region.

Die östlich der Lausitzer Neiße liegenden Gebiete fielen 1945 an Polen. Der Name Lausitz bezog sich ursprünglich nur auf das von den westslawischen Lusizen besiedelte Gebiet um Cottbus, die heutige Niederlausitz. Nachdem sich die Bezeichnung im 15. Jahrhundert auch auf die Gebiete um Bautzen, Görlitz und Zittau, die heutige Oberlausitz, ausgedehnt hatte, wurde die Unterscheidung in Nieder- und Oberlausitz getroffen. Der Lausitzer Höhenzug, mit Kiefernwäldern bedeckte Sanderflächen und eiszeitlich geformte Niederungen prägen das Landschaftsbild der Niederlausitz. Die traditionell hier ansässige Tuch- und Glasindustrie wurde durch den Braunkohlenbergbau und die mit diesem verbundenen Industrien weitgehend verdrängt. In der Oberlausitz bestimmen lößbedeckte, landwirtschaftlich genutzte Landstriche, lange, in höheren Lagen bewaldete Bergrücken und flache Talungen mit stark industrialisierten Dörfern die Landschaft. Das Lausitzer Bergland in der südlichen Oberlausitz besitzt in dem 587 Meter hohen Valtenberg seine höchste Erhebung. Im Südosten liegt das teilweise zur Tschechischen Republik gehörende Lausitzer oder Zittauer Gebirge mit Erhebungen von fast 800 Metern.

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