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Jerry Lewis

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Jerry Lewis und Dean MartinJerry Lewis und Dean Martin

Jerry Lewis, eigentlich Joseph Levitch, (*1926), amerikanischer Schauspieler, Regisseur und Produzent. Lewis wurde am 16. März 1926 als Sohn eines Entertainer-Ehepaars in Newark (New Jersey) geboren und wuchs bei Verwandten auf. Nachdem er den Besuch der High School vorzeitig abgebrochen hatte, trat er ab 1944 als Alleinunterhalter in Nachtclubs auf und traf 1946 den bis dahin gleichermaßen unbekannten Sänger Dean Martin. Die beiden taten sich zusammen und avancierten in der Folgezeit zum berühmtesten Komikerduo der Vereinigten Staaten auf Bühne, Leinwand und im Fernsehen. Sie traten gemeinsam in der TV-Show The Colgate Comedy Hour auf (1950-1952) und hatten eine eigene Radiosendung (1949-1952), 1948 unterschrieben sie einen Vertrag bei der Paramount und drehten unter der Regie von George Marshall ihre erste Spielfilmkomödie, My Friend Irma (1949), dem in der ersten Hälfte der fünziger Jahre weitere folgten, u. a. At War with the Army (1951; Krach mit der Kompanie), The Stooge (1952; Der Prügelknabe) und The Caddy (1953; Der Tolpatsch). Die erfolgreiche Zusammenarbeit des Duos Lewis/Martin lebte von dem Kontrast der beiden Charaktere: Während Dean Martin den Part des souveränen Frauenlieblings übernahm, überzeugte Jerry Lewis als infantiler Tollpatsch. Als einer ihrer besten Filme gilt Artists and Models (1955; Maler und Mädchen/Der Agentenschreck).

1956 endete die Zusammenarbeit von Jerry Lewis und Dean Martin. Lewis entwickelte seine Paraderolle weiter, oft unter der Regie von Frank Tashlin. Zu den Filmen aus dieser Phase seiner Laufbahn gehören u. a. The Delicate Delinquent (1957; Der Held von Brooklyn – Dümmer als die Polizei erlaubt), Rock-a-Bye Baby (1958; Fünf auf einen Streich), Cinderfella (1960; Aschenblödel). Einige dieser Komödien beschäftigen sich kritisch mit dem „American Way of Life”. In der Folge übernahm Lewis selbst Regie und Produktion seiner Filme, wie in The Bell Boy (1960; Hallo, Page!), The Errand Boy (1961; Der Bürotrottel), The Ladies’ Man (1961; Ich bin noch zu haben) und The Nutty Professor (1963; Der verrückte Professor), eine Persiflage des Jekyll-und-Hyde-Stoffes und einer seiner erfolgreichsten Filme. Nachdem sich Lewis in den siebziger Jahren weitgehend vom Filmgeschäft zurückgezogen hatte und Anfang der achtziger Jahre ein erfolgloses Comeback als Regisseur gestartet hatte, erhielt er sehr positive Kritiken als Darsteller ernsthafter Rollen. In Martin Scorseses The King of Comedy (1982) verkörperte er einen TV-Entertainer, der von einem Fan entführt wird. In Emir Kusturicas poetischer Tragikomödie Arizona Dream (1993) spielte er als Symbolfigur des „American Dream” einen Cadillac-Verkäufer; seine Partner waren Faye Dunaway, Johnny Depp und Lili Taylor. Nachdem bereits 1971 sein Buch The Total Film-Maker erschienen war, veröffentlichte Lewis 1982 seine Memoiren unter dem Titel Jerry Lewis in Person.

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