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Londoner Protokolle

Enzyklopädieartikel

Londoner Protokolle, Protokolle zu verschiedenen Konferenzen, die in der britischen Hauptstadt stattfanden.

Im Londoner Protokoll vom 3. Februar 1830 akzeptierten Russland, Frankreich und Großbritannien nach der Beilegung des Russisch-Türkischen Krieges die Souveränität der unabhängigen Erbmonarchie Griechenland.

Nach dem belgischen Aufstand und der Unabhängigkeitserklärung von 1830 erkannten die Großmächte Belgien auf der Londoner Konferenz vom 15. Oktober 1831 als unabhängigen Staat an. Das Londoner Protokoll vom 19. April 1839 verfügte die Neutralität Belgiens und unterstellte das Land dem völkerrechtlichen Schutz.

Nach Beendigung des Deutsch-Dänischen Krieges forderten Großbritannien, Frankreich, Russland, Österreich, Schweden und Norwegen im 1. Londoner Protokoll vom 2. August 1850 die Erhaltung Dänemarks in seiner Gesamtheit. Am 8. Mai 1852 sprach das 2. Londoner Protokoll die dänische Thronfolge Prinz Christian von Sonderburg-Glücksburg zu.

Das Londoner Protokoll vom 11. Mai 1867 regelte die Neutralität des autonomen Großherzogtums Luxemburg analog zur belgischen Neutralitätsverpflichtung. Die Personalunion mit Holland blieb ebenso gewahrt wie Luxemburgs Mitgliedschaft im Deutschen Zollverein.

Die bereits seit 1943 geplante Aufteilung Deutschlands in Besatzungszonen erfolgte in den Londoner Zonenabkommen vom 12. September und 14. November 1944. Sie schrieben zunächst die Demarkationslinie zwischen der östlichen und der westlichen Zone fest und teilten anschließend den westlichen Bereich zwischen Großbritannien, den USA und Frankreich auf.

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