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Mode

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Claudia Schiffer auf dem LaufstegClaudia Schiffer auf dem Laufsteg

Mode (französisch; von lateinisch modus: Art und Weise, Maß), zeitweilig vorherrschender Geschmack in verschiedenen Bereichen des Lebens.

Der Begriff wurde im 17. Jahrhundert aus der französischen Sprache übernommen. Mode bedeutete zu dieser Zeit soviel wie Brauch oder Sitte: Man meinte damit neue, aus Frankreich stammende Arten von Kleidung, Haartracht, Schmuck oder Make-up. Heute bezieht sich Mode bzw. modisch auf etwas Zeitgemäßes oder das Neueste, das meist von kurzer Dauer sein wird. Die weit reichende Akzeptanz von Modeerscheinungen spiegelt das Bedürfnis nach gesellschaftlicher Anpassung und das Streben nach Prestige wider. Selbst so genannte Anti-Moden (wie das Tragen von Jeans), die manchen Gruppen als demonstratives Nichtbeachten von Mode gelten, werden von der Modeindustrie zur Mode umfunktioniert.

Mode gibt es seit frühester geschichtlicher Zeit. Im alten Ägypten diente ein Schurz nicht nur der Bekleidung, sondern war bei Angehörigen höherer Kasten als Zeichen der sozialen Zugehörigkeit zudem mit Zierrat versehen. Man trug zu dieser Zeit Schmuck in Form von Amuletten, Arm- und Fußreifen sowie metallene Halskragen. Mit Beginn des Neuen Reiches (1570 v. Chr.) waren Männer und Frauen mit der Kalasiris, einem leichten Mantel, bekleidet. Im Griechenland der Antike spiegelte sich die Kleidermode in der bildenden Kunst wider, man legte Wert auf Harmonie und Eleganz. Die griechische Mode wurde später von den Römern übernommen.

Im Europa des Mittelalters gab es Kleiderordnungen, die vorschrieben, wie sich die Angehörigen der einzelnen Stände zu kleiden hatten; Bauern mussten beispielsweise unauffällige dunkle Farben tragen. Zu Beginn des 15. Jahrhunderts entstand erstmals eine Art internationaler Mode, die von Burgund ausging. Diese „Burgunder Mode” war u. a. durch eine starke Betonung der Figur, durch Verzierungen und Schleppen gekennzeichnet. In der Renaissance beeinflusste die aufblühende Kultur italienischer Stadtstaaten die Kleidermode: Textilmanufakturen in Venedig, Florenz, Genua und Mailand fertigten farbenprächtige Seiden-, Samt- und Brokatstoffe. Im 17. Jahrhundert bestimmte der französische Hof die Mode. Ludwig XIV. ließ lebensgroße Wachspuppen, die nach der neuesten Mode gekleidet waren, in die europäischen Hauptstädte schicken. Auf diese Weise wurden die französische Mode und französische Stoffe in Europa weit verbreitet.

Seit der Französischen Revolution entwickelte sich in Europa eine Einheitskleidung, deren bestes Beispiel die bis heute im Typus unveränderte röhrenförmige Hose für Herren ist. Begünstigt durch die Möglichkeiten der industriellen Herstellung von Bekleidung (Konfektion) im 19. Jahrhundert – insbesondere die Einführung der Nähmaschine in Europa um 1850 – hatten immer breitere Schichten an der Entwicklung der Mode Anteil. Im Jahr 1900, als die Vielfalt der Damenmode einen neuen Höhepunkt erreichte, stellte die Haute Couture (französisch: hohe Schneiderkunst) auf der Weltausstellung in Paris ihre Modelle vor.

Außer in Paris entstanden später weitere Modezentren in Mailand, New York und Berlin. Von ihnen geht heute, unterstützt durch die modernen Massenmedien, eine unbegrenzte Breitenwirkung der Modeindustrie aus. Nach dem 2. Weltkrieg sind zyklische Phasenwechsel einer jeweils neuen Herbst- und Sommermode die Regel geworden. Bekannte Modeschöpfer des 20. Jahrhunderts sind die französischen Designer Coco Chanel, Christian Dior und Yves Saint Laurent sowie der deutsche Modeschöpfer und Photograph Karl Lagerfeld.

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