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Windows Live® Suchergebnisse Karl Otfried MüllerEnzyklopädieartikel
Karl Otfried Müller (1797-1840), deutscher Altertumswissenschaftler. Er wurde in Brieg (Schlesien) geboren und starb in Athen. Nach seiner Promotion 1817 war Müller ab 1819 Professor für Klassische Philologie und Archäologie in Göttingen. Das Verständnis der antiken Lebenswelt in ihrer ganzen Breite war für ihn die wichtigste Aufgabe der Altertumswissenschaft. Er beschäftigte sich zunächst mit der griechischen Mythologie, deren Erzählungen er als historische Quellen für die Frühgeschichte Griechenlands deutete (Prolegomena zu einer wissenschaftlichen Mythologie, 1825). Sein Handbuch der Archäologie der Kunst (1830) war die erste systematische und umfassende Geschichte der antiken Kunst. Müller ging dabei von einem ganzheitlichen Verständnis der Archäologie aus: Er behandelte nicht nur Architektur, Malerei und Plastik im Zusammenhang der politischen Geschichte, sondern auch die Ikonographie der Bildthemen und die antike Landeskunde. Form und Stil archäologischer Denkmäler hielt er für wesentlich durch nationale und religiöse Besonderheiten geprägt. Seine Geschichte der griechischen Literatur erschien 1841 unvollendet.
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