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Windows Live® Suchergebnisse NatriumhydroxidEnzyklopädieartikel
Natriumhydroxid (NaOH), Ätznatron, bildet weiße, undurchsichtige und stark Wasser anziehende Kristalle. Daher löst es sich unter Bildung einer starken Base (siehe Säure und Base) sehr gut in Wasser.
Die großtechnische Herstellung von NaOH erfolgt durch die Chlor-Alkali-Elektrolyse:
An der Kathode (siehe Elektrode) entstehen Hydroxidionen (OH-) und Wasserstoff (H2), an der Anode bildet sich Chlor. Um zu verhindern, dass die OH--Ionen mit dem an der Anode gebildeten Chlor zu Hypochlorit (ClO-) reagieren, sind Kathoden- und Anodenraum voneinander getrennt. In neueren Produktionsanlagen gelingt dies z. B. durch eine so genannte semipermeable (halb durchlässige) Membran (Membranverfahren). Diese Maßnahme ist auch deshalb sinnvoll, weil der an der Kathode gebildete Wasserstoff mit dem Cl2 explosive Chlorknallgasmischungen ergeben kann. NaOH ist ein wichtiges Ausgangsprodukt bei der Verarbeitung von Seifen, Farbstoffen, Cellulose, Kunstseide (siehe Reyon) und Reinigungsmitteln. Etwa 50 Prozent der Produktion dient zur Einstellung von pH-Werten in chemischen Prozessen. Die Produktion in Deutschland beträgt etwa 3,5 Millionen Jahrestonnen.
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