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Windows Live® Suchergebnisse Oder-Neiße-LinieEnzyklopädieartikel
Oder-Neiße-Linie, die Staatsgrenze zwischen Deutschland und Polen. Die Westverschiebung Polens auf das Gebiet zwischen Curzon-Linie im Osten und Oder-Neiße-Linie im Westen wurde von den USA und Großbritannien bereits auf der Konferenz von Teheran Ende 1943 auf Betreiben Jossif W. Stalins informell gebilligt und auf der Jalta-Konferenz im Februar 1945 prinzipiell gebilligt. Im Potsdamer Abkommen vom August 1945 legten die USA, die Sowjetunion und Großbritannien schließlich die Oder-Neiße-Linie als provisorische Grenze fest, um Polen Ersatz für die Abtretung seiner Ostgebiete an die Sowjetunion zu leisten. Die deutsche Bevölkerung der jenseits der Oder-Neiße-Linie liegenden Gebiete (etwa 7,2 Millionen Menschen) wurde größtenteils ausgewiesen, das Territorium polnischer bzw. sowjetischer Verwaltung unterstellt. Eine endgültige Regelung der Grenzfrage sollte einem Friedensvertrag mit Deutschland vorbehalten bleiben. Die DDR erkannte bereits 1950 im Görlitzer Abkommen die Oder-Neiße-Linie als endgültige Grenze zwischen der DDR und Polen an; die Bundesrepublik Deutschland garantierte erst 1970 im Rahmen der neuen Ostpolitik der sozialliberalen Bundesregierung unter Willy Brandt im Moskauer und im Warschauer Vertrag die Unverletzlichkeit der Westgrenze Polens und verzichtete auf Gebietsansprüche. Endgültig völkerrechtlich abgesichert wurde der deutsch-polnische Grenzverlauf entlang der Oder-Neiße-Linie durch den Deutsch-Polnischen Grenzvertrag, abgeschlossen am 14. November 1990, kurz nach der deutsch-deutschen Vereinigung, zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Polen.
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