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Windows Live® Suchergebnisse Erich OllenhauerEnzyklopädieartikel
Erich Ollenhauer (1901-1963), Politiker (SPD). Ollenhauer wurde am 27. März 1901 in Magdeburg geboren. Er trat 1916 in die Sozialistische Arbeiterjugend ein, deren Vorsitz er von 1928 bis 1933 innehatte. 1933 rückte er in den Parteivorstand der SPD auf, der im Exil zuerst in Prag, ab 1938 in Paris und ab 1940 in London residierte. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland 1946 war er zusammen mit Kurt Schumacher für die Neuorganisation der Partei verantwortlich, zu deren stellvertretendem Vorsitzenden er 1946 gewählt wurde. Seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland 1949 im Bundestag – ab 1949 als stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD, ab 1952 als SPD-Parteivorsitzender in der Nachfolge Kurt Schumachers – war er einer der schärfsten Kritiker der Politik Konrad Adenauers; u. a. sprach er sich gegen die Wiederbewaffnung Deutschlands aus. Ollenhauer war einer der geistigen Väter des Godesberger Programms, mit dem sich die SPD aus ihrer Rolle einer reinen Arbeiterpartei löste und zur Volkspartei entwickelte. Von 1951 bis 1963 war Ollenhauer Vizepräsident, ab 1963 Präsident der Sozialistischen Internationale. Er starb am 14. Dezember 1963 in Bonn.
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